Der Brennstoffzellen-Spezialist hat eine atemberaubende Rallye hinter sich, die den Kurs vom Tief im April 2025 fast verzehnfacht hat. Doch nach den jüngsten Quartalszahlen stellt sich für Anleger die Frage: Ist die Bewertung mittlerweile zu heiß gelaufen oder rechtfertigt das Wachstum noch höhere Kurse? Ein frisches Analysten-Upgrade liefert nun neue Argumente für die Optimisten.
- Upgrade: Wall Street Zen stuft den Titel auf „Buy“ hoch.
- Zahlen: Gewinn und Umsatz im vierten Quartal weit über Erwartung.
- Treiber: KI-Rechenzentren sorgen für gefüllte Auftragsbücher.
Am Samstag stufte das Analysehaus Wall Street Zen Bloom Energy von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Dieser Schritt folgt auf die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor rund zehn Tagen, mit denen das Unternehmen die Prognosen der Wall Street deutlich in den Schatten stellte.
Der Gewinnsprung war signifikant: Bloom meldete einen Gewinn je Aktie von 0,45 US-Dollar, während Analysten im Schnitt nur mit 0,25 US-Dollar gerechnet hatten. Auch beim Umsatz übertraf der Konzern mit 777,68 Millionen US-Dollar die Schätzungen von 647,59 Millionen US-Dollar bei weitem. Das Umsatzwachstum von knapp 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr unterstreicht die Dynamik des Geschäftsmodells.
Analysten bleiben uneins
Trotz der starken Zahlen ist das Stimmungsbild am Markt keineswegs einheitlich. Während BTIG Research und JPMorgan ihre Kursziele kurz nach den Zahlen auf 165 beziehungsweise 166 US-Dollar anhoben, bleibt der breite Konsens vorsichtig. Laut Marktdaten lautet das durchschnittliche Rating weiterhin „Hold“ mit einem Kursziel von rund 132,61 US-Dollar.
Diese Zurückhaltung dürfte der massiven Kursentwicklung geschuldet sein. Vom 52-Wochen-Tief bei 15,15 US-Dollar im April 2025 kletterte die Aktie zuletzt in den Bereich um 140 US-Dollar. Die Bewertung hat sich damit der fundamentalen Entwicklung teilweise vorausgeeilt.
KI-Boom treibt das Geschäft
Haupttreiber der Fantasie bleibt der enorme Energiehunger von KI-Rechenzentren. Wie konkret dieser Trend das Geschäft beeinflusst, zeigte die Ankündigung im Januar 2026: Eine Tochtergesellschaft von American Electric Power zog Optionen zum Kauf von Festoxid-Brennstoffzellen. Dieser Deal, der über 20 Jahre läuft, entspricht einem Equipment-Wert von rund 2,65 Milliarden US-Dollar.
Das Management zeigte sich entsprechend selbstbewusst und gab für das Geschäftsjahr 2026 eine Gewinnprognose zwischen 1,33 und 1,48 US-Dollar je Aktie aus.
Große Adressen positionieren sich neu
Bei den institutionellen Investoren, die gut 77 Prozent der Anteile halten, herrscht aktuell viel Bewegung. Die UBS reduzierte ihre Position im vierten Quartal um zwei Drittel, was auf Gewinnmitnahmen hindeuten könnte. Andere Akteure steigen dagegen aggressiv ein: Die Danske Bank A/S baute ihren Anteil um über 5.000 Prozent aus, und auch Mitsubishi UFJ Asset Management erhöhte die Bestände deutlich.
Die Diskrepanz zwischen der konservativen Konsens-Meinung und den aggressiven Kurszielen einzelner Häuser wie Evercore (179 US-Dollar) macht die aktuelle Situation spannend. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob Bloom die prognostizierte Gewinnspanne für 2026 erreichen und die hohen Erwartungen des KI-Sektors weiterhin verlässlich bedienen kann.
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