Der Fuel-Cell-Spezialist Bloom Energy erlebt eine Berg- und Talfahrt der Extreme. Allein am Freitag legte die Aktie um rund 8 Prozent zu – und das ist nur ein weiterer Schritt in einer Rallye, die seit Jahresbeginn über 300 Prozent beträgt. Getrieben wird der Kursrausch vom KI-Boom: Rechenzentren brauchen dringend Strom, und Bloom Energy verspricht, diesen dezentral und ohne Netzanbindung zu liefern. Doch bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 562 stellt sich die Frage: Ist das noch gerechtfertigte Euphorie – oder gefährliche Überhitzung?
Analysten heben Kursziele – aber nicht alle glauben dran
In den vergangenen Wochen prasselten die Kurszielerhöhungen nur so auf Bloom Energy ein. Morgan Stanley schraubte sein Ziel von 85 auf 155 US-Dollar, HSBC stufte von „Hold“ auf „Buy“ hoch und vergab ein Ziel von 150 Dollar. Susquehanna geht sogar bis 157 Dollar, JPMorgan erhöhte auf 129 Dollar.
Doch es gibt auch kritische Stimmen. Die Bank of America hob ihr Kursziel zwar von 26 auf 39 Dollar an – bestätigte aber gleichzeitig ihr „Underperform“-Rating. Die Analysten loben zwar die operative Verbesserung, warnen jedoch vor zu hohen Erwartungen: Die Konsensschätzungen für Umsätze seien zu optimistisch, das Aufwärtspotenzial bei den aktuellen Bewertungen begrenzt. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei knapp 94 Dollar – deutlich unter dem aktuellen Niveau.
KI-Hunger treibt Milliardendeals
Der eigentliche Treiber hinter dem Kursfeuerwerk: Künstliche Intelligenz frisst Unmengen an Energie. Bloom Energy bietet mit seiner Festoxid-Brennstoffzellentechnologie eine Lösung, die Rechenzentren unabhängig vom überlasteten Stromnetz macht. Das Unternehmen kündigte eine 5-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit Brookfield an, um Rechenzentren mit Energie zu versorgen. Hinzu kommt eine Rahmenvereinbarung mit Oracle zur dezentralen Stromversorgung ausgewählter Rechenzentren.
Bloom Energy will seine Produktionskapazität bis Ende 2026 auf 2 Gigawatt hochfahren – bei Bedarf sind die bestehenden Anlagen bis auf 5 Gigawatt skalierbar. Die Nachfrage scheint da zu sein, die Frage ist, ob das Unternehmen liefern kann.
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Starke Zahlen, aber absurde Bewertung
Das dritte Quartal 2025 war tatsächlich beeindruckend: Der Umsatz schoss um 57 Prozent auf 519 Millionen Dollar nach oben und übertraf die Erwartungen deutlich. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,15 Dollar – fast doppelt so hoch wie erwartet. Die Non-GAAP-Bruttomarge kletterte auf über 30 Prozent.
Doch die Kehrseite: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 13,15 – fast das Siebenfache des Branchenschnitts. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 26 Milliarden Dollar bei einer Eigenkapitalrendite von nicht einmal 9 Prozent. Insider verkauften in den letzten drei Monaten Aktien im Wert von über 16 Millionen Dollar. Zudem emittierte das Unternehmen Ende Oktober Wandelanleihen über 2,2 Milliarden Dollar – mit einem Wandlungspreis von 195 Dollar je Aktie, weit über dem aktuellen Kurs.
Die Bank of America prognostiziert zwar ein jährliches Megawatt-Wachstum von 40 Prozent bis 2028 – warnt jedoch, dass die Fortsetzung dieses Tempos danach weitere massive Auftragsgewinne voraussetzt. Bei einem Beta von 3,43 zeigt sich zudem: Diese Aktie ist extrem volatil und nichts für schwache Nerven.
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