Bloom Energy liefert starke Zahlen und schraubt die Erwartungen für 2026 spürbar nach oben. Gleichzeitig verkaufen mehrere Top-Manager Aktienpakete im Wert von vielen Millionen Dollar. Klingt widersprüchlich – ist es aber nur dann, wenn man den Kontext der Transaktionen ausblendet.
Insiderverkäufe – und warum der Kontext zählt
In dieser Woche trennten sich gleich mehrere Führungskräfte und ein Director von Bloom-Energy-Aktien. Vorstandschef und Chairman K.R. Sridhar verkaufte am 24. Februar 200.000 Aktien für rund 34 Mio. Dollar. Am 25. Februar folgten Verkäufe von Chief Legal Officer Shawn Marie Soderberg (45.244 Aktien, ca. 8,09 Mio. Dollar) und Chief Commercial Officer Aman Joshi (10.000 Aktien, ca. 1,76 Mio. Dollar). Director Gary S. Pinkus verkaufte am 27. Februar weitere 1.250 Aktien.
Entscheidend: Mehrere dieser Verkäufe liefen über sogenannte Rule-10b5-1-Pläne. Das sind vorab festgelegte Verkaufsprogramme, die zeitlich und preislich geplant werden und nicht „aus dem Bauch heraus“ auf Tagesnachrichten reagieren. Solche Pläne werden häufig zur routinemäßigen Diversifikation genutzt und sind für sich genommen kein automatisches Warnsignal.
Rekordquartal und selbstbewusster Blick auf 2026
Die Insideraktivität kommt direkt nach einem markanten Ergebnisbericht. Bloom meldete für das Quartal 0,45 Dollar Gewinn je Aktie und lag damit über den Analystenschätzungen. Beim Umsatz stach das Unternehmen ebenfalls hervor: 777,68 Mio. Dollar statt erwarteter 647,59 Mio. Dollar.
Noch wichtiger für die Story: Das Management erhöhte die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Beim Ergebnis je Aktie werden nun 1,33 bis 1,48 Dollar angepeilt, beim Umsatz 3,1 bis 3,3 Mrd. Dollar. Als Treiber nennt Bloom vor allem die stark anziehende Nachfrage aus dem Umfeld von KI-Rechenzentren sowie einen deutlich größeren Auftragsbestand.
KI-Rechenzentren als Wachstumsmotor – Profitabilität bleibt die Hürde
Deals mit Brookfield, Oracle und American Electric Power sollen Bloom tiefer in die Energieversorgung von datenintensiven Rechenzentren bringen. Der Charme dieser Nachfrage: Viele Betreiber wollen schnell verfügbare, vor Ort installierbare Stromlösungen – und nicht erst auf langwierige Netzausbauten warten.
Genau hier liegt aber auch der Prüfstein: Wie effizient kann Bloom den stark gewachsenen Auftragsbestand in reale, profitable Auslieferungen umwandeln? Denn trotz des Tempos beim Wachstum ist die Profitabilität noch nicht „fertig gebaut“: Das Unternehmen weist eine negative Nettomarge von 4,37% aus, bei gleichzeitig positiver Eigenkapitalrendite von 7,88%.
Auch an der Börse ist die Erwartungshaltung hoch. Am Freitag schloss die Aktie bei 131,68 Euro und verlor am Tag 7,84% – nach einer zuvor extrem starken Entwicklung seit Jahresbeginn.
Im nächsten Schritt wird es vor allem auf die Umsetzung der 2026er-Ziele ankommen: Umsätze von 3,1 bis 3,3 Mrd. Dollar und ein EPS von 1,33 bis 1,48 Dollar setzen die Messlatte für die kommenden Quartale hoch – und machen jede Verzögerung bei Auslieferungen, Margen oder der Umwandlung des Auftragsbestands schnell wieder kursrelevant.
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