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Bloom Energy Aktie: Guidance 3,9–4,2 Mrd. für 2026

Bloom Energy verzeichnet dank KI-Rechenzentrumsauftrag und starkem Quartal ein Umsatzplus von 165 Prozent. Die Prognose für 2026 wurde angehoben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Pelosi-Haushalt kauft Bloom-Energy-Aktien
  • Umsatz wächst um 165 Prozent
  • KI-Rechenzentrum in New Jersey geplant
  • Jahresprognose deutlich angehoben

Gestern reagierten die Marktteilnehmer positiv auf Berichte über neue Investitionen aus dem Umfeld der US-Politikerin Nancy Pelosi. Medienberichten zufolge erwarb ihr Haushalt insgesamt 15.000 Aktien der Klasse A sowie 200 Call-Optionen von Bloom Energy. Die entsprechenden Transaktionen wurden bereits am 24. und 28. Juli durchgeführt, die offizielle Offenlegung der Käufe erfolgte am vergangenen Freitag.

Operativer Aufschwung und neue Großprojekte

Das Unternehmen blickt auf ein finanziell erfolgreiches zweites Quartal zurück. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 165 Prozent auf 1,065 Milliarden US-Dollar. Dabei gelang der Sprung in die Gewinnzone: Einem früheren Fehlbetrag steht nun ein Nettogewinn nach GAAP in Höhe von 198,9 Millionen US-Dollar gegenüber. Das Management sieht zudem eine hohe Sichtbarkeit für künftige Projekte und verwies auf eine Pipeline von 25 Gigawatt an geplanten Installationen.

Ein wichtiger Treiber für das künftige Wachstum ist der Sektor der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Nebius Group gab im Rahmen ihrer jüngsten Ergebniskonferenz bekannt, die Brennstoffzellentechnologie von Bloom Energy für ein 300 Megawatt starkes KI-Rechenzentrum in New Jersey ausgewählt zu haben. Laut Nebius hat die Entscheidung für diese Technologie keinen wesentlichen Einfluss auf den Zeitplan des Projekts in Vineland.

Aufgrund der dynamischen Entwicklung passte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach oben an. Bloom Energy erwartet nun einen Jahresumsatz zwischen 3,9 Milliarden und 4,2 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis soll auf bis zu 900 Millionen US-Dollar steigen, während der Gewinn pro Aktie in einer Spanne von 2,55 bis 2,85 US-Dollar taxiert wird. Die Bruttomarge soll sich bei etwa 34 Prozent einpendeln.

Einordnung der jüngsten Insider-Transaktionen

Parallel zu den Käufen durch externe Investoren gab es Mitte August Anteilsverkäufe durch Führungskräfte des Unternehmens. Chief Commercial Officer Aman Joshi veräußerte am 14. August 4.677 Anteile, während Chief Legal Officer Shawn Marie Soderberg am selben Tag 2.895 Aktien verkaufte.

Diese Transaktionen wurden im Rahmen vorab festgelegter Handelspläne gemäß der US-Regel 10b5-1 durchgeführt, die bereits im November des Vorjahres verabschiedet worden waren.

Solche automatisierten Pläne dienen in der Regel dazu, steuerliche Verpflichtungen aus der Zuteilung von Mitarbeiteraktien zu decken. Sie werden unabhängig von der aktuellen Marktsituation ausgeführt und gelten daher unter Analysten als routinemäßige Verwaltungsvorgänge ohne Signalwirkung für die künftige Kursentwicklung.

Die Verkäufe stehen somit nicht im Widerspruch zu der insgesamt optimistischen Einschätzung der Unternehmensführung bezüglich der Marktpositionierung im Bereich der sauberen Energieversorgung.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn eine beeindruckende Kursentwicklung vollzogen und liegt mit einem Plus von 149 Prozent deutlich im positiven Bereich. Mit einem Schlusskurs von 186,60 Euro notiert das Papier derzeit etwa 14 Prozent über seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 308,50 Euro ist der Titel hingegen noch 40 Prozent entfernt.

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Diskussion zu Bloom Energy

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.