Bloom Energy reitet derzeit auf einer massiven Welle der Euphorie, getrieben durch den immensen Energiehunger von KI-Rechenzentren. Doch während der Aktienkurs von einem Rekord zum nächsten eilt und allein in den letzten zwölf Monaten um über 500 Prozent zulegte, herrscht an der Wall Street keineswegs Einigkeit. Die Diskrepanz zwischen extrem optimistischen Kurszielen und skeptischen Warnungen könnte kaum größer sein.
Der Milliarden-Deal als Treibstoff
Verantwortlich für den jüngsten Schub ist primär eine erweiterte Partnerschaft mit American Electric Power. Das Volumen ist beträchtlich: Zusätzliche 2,65 Milliarden Dollar wurden für die Festoxid-Brennstoffzellen von Bloom Energy zugesagt.
Der klare Fokus liegt hierbei auf der Stromversorgung von Rechenzentren. Dieser Auftrag ist für den Markt der Beweis, dass die Technologie des Unternehmens eine konkrete Lösung für die steigenden Energieanforderungen der Künstlichen Intelligenz darstellt. Die fundamentale Basis für die Rally ist somit keine reine Spekulation, sondern durch Auftragseingänge gedeckt.
Analysten uneinig wie selten
Trotz der operativen Erfolge stehen Anleger vor einem Dilemma, wenn sie auf die Einschätzungen der Experten blicken. Die Bewertungen klaffen weit auseinander:
- Das Bullen-Lager: Evercore ISI stuft das Papier als „Top Pick“ ein und sieht mit einem Kursziel von 152 Dollar noch Luft nach oben.
- Die Skeptiker: Im krassen Gegensatz dazu hält Jefferies an einem „Underperform“-Rating fest und sieht den fairen Wert bei lediglich 53 Dollar – weit unter dem aktuellen Kursniveau.
- Die Vorsichtigen: Häuser wie Mizuho und Clear Street bleiben an der Seitenlinie („Neutral“ bzw. „Hold“) und verweisen trotz angehobener Kursziele auf die mittlerweile sehr sportliche Bewertung.
Diese Uneinigkeit verdeutlicht das Risiko: Während der Markt die Wachstumschancen feiert, warnen einige Profis davor, dass zu viel Zukunftsmusik bereits eingepreist sein könnte. Der RSI von über 92 signalisiert zudem eine technisch extrem überkaufte Situation.
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Institutionelle Bewegungen und Zahlen
Abseits der Analystenmeinungen schaffen Großinvestoren Fakten. Elemental Capital Partners hat kürzlich eine massive Position aufgebaut und 1,2 Millionen Aktien erworben, womit Bloom Energy nun die größte Position in deren Portfolio darstellt. Auch andere institutionelle Anleger justieren ihre Bestände.
Fundamental untermauert wurde der Optimismus zuletzt durch die Zahlen zum dritten Quartal. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um 57,1 Prozent auf 519,05 Millionen Dollar an. Auch beim Gewinn pro Aktie übertraf das Unternehmen mit 0,15 Dollar die Erwartungen von 0,08 Dollar deutlich.
Das Management reagierte auf diese Entwicklung mit einer Anhebung der Jahresprognose. Die aktuelle Marktlage bleibt jedoch ein Tauziehen zwischen dem starken Momentum durch KI-Fantasie und den Mahnungen vor einer Überhitzung. Ob sich die Bewertung auf diesem Niveau halten kann, wird maßgeblich von der Fähigkeit des Unternehmens abhängen, weitere Großaufträge in der Größenordnung des AEP-Deals zu sichern.
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