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Bloom Energy Aktie: Erfolgreicher Weichensteller!

Bloom Energy profitiert mit Brennstoffzellen für Rechenzentren vom KI-Boom. Ein Milliardenvertrag und starkes institutionelles Interesse treiben den Kurs, während die Quartalszahlen im Februar den Hype prüfen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliardenauftrag für KI-Rechenzentrums-Stromversorgung
  • BlackRock hält signifikante Position von 9,4 Prozent
  • Aktie mit starkem Momentum und hoher Volatilität
  • Quartalszahlen am 5. Februar als nächster Prüfstein

Bloom Energy rückt mit rasantem Tempo ins Zentrum der AI-Infrastruktur. Milliardenschwere Verträge für Rechenzentrums-Stromversorgung und das Interesse großer Vermögensverwalter haben den Titel in kurzer Zeit nach oben katapultiert. Im Kern geht es um eine Frage: Wird aus dem Nischentechnologie-Anbieter ein Schlüsselspieler für stabile Stromnetze in der KI-Ökonomie?

Verträge als Kurstreiber

Im Hintergrund des Kursanstiegs steht vor allem eine Serie großer kommerzieller Vereinbarungen. Herausragend ist ein Liefervertrag mit American Electric Power (AEP) im Volumen von rund 2,65 Milliarden US‑Dollar. Geplant ist der Einsatz von bis zu 1 Gigawatt (GW) an Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) – eine der größten Einzelbestellungen, die dieser Sektor bisher gesehen hat.

Der Deal zielt direkt auf einen der kritischsten Engpässe im AI-Boom: Strom für Rechenzentren. Die US-Datenzenter-Kapazitäten wachsen so schnell, dass viele Netze an ihre Grenzen stoßen. Bloom Energy positioniert seine Technologie hier als dezentrale Lösung, mit der Betreiber Netznadelöhre umgehen und ihre Versorgung unabhängiger gestalten können.

Zusätzlich stützt eine Kooperation mit Brookfield die Wachstumsperspektive. Diese Partnerschaft stärkt den Auftragsbestand und sorgt dafür, dass die jüngsten Erfolge nicht als einmalige Effekte wahrgenommen werden. Zusammen mit diesen Nachrichten hat die Aktie in der vergangenen Woche um gut 8 % zugelegt und liegt mit einem Schlusskurs von 150,56 US‑Dollar nur knapp unter ihrem jüngsten 52‑Wochen‑Hoch.

Auffällig ist auch der Blick auf die jüngere Kursgeschichte: Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von rund 65 %, im Zwölfmonatszeitraum summiert sich der Anstieg auf über 500 %. Der Titel hat sich damit deutlich von seinen gleitenden Durchschnitten nach oben entfernt – ein Zeichen für starken Momentum-Handel, aber auch für ein erhöhtes Korrekturrisiko.

Institutionelle verschieben das Spielfeld

Parallel zu den operativen Fortschritten verändert sich die Eigentümerstruktur spürbar. In Unterlagen vom 21. Januar 2026 meldete BlackRock einen Anteil von 9,4 % an Bloom Energy, entsprechend mehr als 22,3 Millionen Class‑A‑Aktien per 31. Dezember 2025. Dass der weltweit größte Vermögensverwalter eine derart signifikante Position hält, werten Marktteilnehmer als Vertrauenssignal in die längerfristige Rolle des Unternehmens im Energiesystem.

Auf der Gegenseite reduziert die Kuwait Investment Authority (KIA) ihre Beteiligung. Der Staatsfonds nutzte die Kursrally, um sein Engagement auf 1,38 % bzw. etwa 3,25 Millionen Aktien per 19. Januar 2026 zurückzufahren – nach mehr als 20 Millionen Anteilen Ende 2023. Damit geht ein Teil der frühen strategischen Investoren an große, breit diversifizierte Institutionelle über. Dieser „Eigentümerwechsel“ kann die Handelbarkeit erhöhen, verändert aber auch das Profil der Aktionärsbasis hin zu stärker benchmarkorientierten Investoren.

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Zahlen, Erwartungen und Analystenblick

Spätestens Anfang Februar richtet sich der Fokus auf die harten Fakten. Am 5. Februar 2026 will Bloom Energy die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegen. Dann wird sich zeigen, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen untermauern kann.

Einige Eckpunkte aus der jüngsten Berichtssaison:

  • Umsatzdynamik: Im dritten Quartal 2025 erzielte Bloom Energy 519 Mio. US‑Dollar Umsatz, ein Plus von 57 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das unterstreicht, dass die Nachfrage nach den Brennstoffzellen-Systemen bereits deutlich angezogen hat.
  • Profitabilität: Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag im dritten Quartal bei 0,15 US‑Dollar. Damit signalisiert das Management, dass das Geschäftsmodell mit wachsendem Volumen in Richtung nachhaltiger Profitabilität schwenken soll.
  • Kapazitätsziele: Bis Ende 2026 soll die Produktionskapazität auf 2 GW verdoppelt werden. Dieses Ziel ist eng verknüpft mit den laufenden und erwarteten Aufträgen aus dem AI‑ und Rechenzentrumsbereich.

Auch von Analystenseite kommt Rückenwind. RBC Capital bestätigte am 20. Januar 2026 seine Einschätzung „Outperform“ und nannte ein Kursziel von 143 US‑Dollar. Grundlage war unter anderem eine Luftreinhalte-Genehmigung, aus der hervorgeht, dass Brennstoffzellen von Bloom Energy ein neues 1,5‑GW‑Rechenzentrum in Texas mit Energie versorgen sollen. Solche Hinweise aus Genehmigungsverfahren stützen die Wahrnehmung, dass Bloom zunehmend bei großen Infrastrukturprojekten eingeplant wird.

Gleichzeitig signalisiert der hohe RSI von 92,1 eine technisch überkaufte Situation. In Kombination mit der annualisierten 30‑Tage‑Volatilität von gut 92 % ist klar: Der Markt preist extreme Wachstumsfantasie ein, aber der Weg bleibt schwankungsanfällig.

AI-Energiehunger als Rückenwind

Der übergeordnete Kontext spielt Bloom Energy in die Karten. Mit dem explosionsartigen Ausbau von AI‑Rechenzentren rückt die Stromversorgung digitaler Infrastruktur ins Zentrum strategischer Planungen von Unternehmen und Politik. Zuverlässige, skalierbare und möglichst netzentlastende Energiequellen werden zur Schlüsselressource.

Energiekosten stellen einen erheblichen Teil der laufenden Kosten von Rechenzentren dar. Effizienz, planbare Versorgung und – wo möglich – Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz gewinnen deshalb an Bedeutung. In diesem Umfeld werden die Festoxid-Brennstoffzellen von Bloom Energy am Markt derzeit nicht mehr nur als „Alternative Energy“-Investment gesehen, sondern zunehmend als Baustein kritischer Infrastruktur für die AI‑Ökonomie.

Für die nächsten Wochen ist die anstehende Quartalsbilanz am 5. Februar der zentrale Prüfstein: Dort muss das Management zeigen, wie stark die großen Verträge bereits im Zahlenwerk ankommen und ob der ambitionierte Ausbaupfad mit der tatsächlichen Nachfrage Schritt hält.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.