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Bloom Energy Aktie: Der Marktcheck

Bloom Energy profitiert von Großaufträgen im KI-Energiesektor, doch Analysten warnen vor der hohen Bewertung. Der Quartalsbericht im Februar wird zum Prüfstein.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Jefferies hebt Kursziel deutlich an
  • Großaufträge im KI-Stromsektor treiben Umsatz
  • Aktie notiert auf 52-Wochen-Hoch
  • Quartalszahlen im Februar als nächster Test

Bloom Energy steht mit milliardenschweren Aufträgen und einem Kurs nahe Rekordniveau im Rampenlicht. Ein großer Energieversorger und ein Infrastruktur-Spezialist setzen inzwischen konkret auf die Technologie des Unternehmens. Doch Analysten warnen: Die Bewertung ist bereits sehr ambitioniert – und lässt kaum Spielraum für Enttäuschungen.

Jefferies hebt Ziel an – bleibt aber vorsichtig

Die Investmentbank Jefferies hat zum 26. Januar das Kursziel für Bloom Energy deutlich von 53 auf 92 US‑Dollar angehoben. Hintergrund ist ein deutlich optimistischerer Blick auf das Umsatzpotenzial bis 2026.

Jefferies rechnet nun mit Erlösen von 2,9 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2026. Das liegt rund 16 % über der aktuellen Markterwartung. Ein wesentlicher Treiber dieser Einschätzung sind jüngste Großaufträge von American Electric Power (AEP) und Quanta Services, die aus Sicht des Analysten als handfester Beleg für die operative Umsetzungsfähigkeit gelten.

Trotz der Zielerhöhung bleibt Jefferies allerdings bei der Einstufung „Underperform“. Begründung: Auf dem aktuellen Kursniveau sei die Bewertung so hoch, dass selbst kleinere Ausführungsfehler stärker ins Gewicht fallen könnten. Kurz gesagt – die Story wirkt attraktiv, der Preis aber bereits anspruchsvoll.

KI-Stromhunger als Kurstreiber

Im Hintergrund der Rally steht ein struktureller Trend: Die Energieversorgung für KI‑Infrastruktur. Rechenzentren stoßen in vielen Regionen an Netzgrenzen, neue Kapazitäten lassen sich oft nur langsam anschließen. Genau hier setzt Bloom Energy mit seinen Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) an, die Strom direkt vor Ort liefern sollen.

Erst vor rund zwei Wochen meldete das Unternehmen einen Rahmenvertrag mit American Electric Power über bis zu 2,65 Milliarden US‑Dollar. Ziel ist der Einsatz der Brennstoffzellen zur Versorgung von Rechenzentren, die besonders hohe und stabile Stromnachfrage haben. Zusammen mit bestehenden Vereinbarungen, unter anderem mit Quanta Services, ergeben sich daraus aus Sicht von Jefferies handfeste Umsatzperspektiven.

Branchenprognosen, auf die sich aktuelle Berichte beziehen, rechnen damit, dass der Strombedarf für KI‑Anwendungen bis 2026 um mehr als 500 % steigen könnte. Vor diesem Hintergrund gewinnen dezentrale, schnell verfügbare Energielösungen an Bedeutung – ein Umfeld, von dem Bloom Energy derzeit klar profitiert.

Kursseitig spiegelt sich die Euphorie deutlich wider: Gestern schloss die Aktie bei 152,31 US‑Dollar und liegt damit exakt auf ihrem jüngsten 52‑Wochen-Hoch; auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von 679 % zu Buche.

Blick auf die nächsten Wochen

Der nächste Prüfstein wartet bereits: Am 5. Februar legt Bloom Energy die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Nach einem Kursanstieg von gut 54 % seit Jahresanfang wird der Markt genau darauf achten, ob das Unternehmen nicht nur mit neuen Aufträgen, sondern auch mit belastbaren Margen und realistischen Lieferplänen überzeugt.

Für die weitere Entwicklung dürften drei Punkte entscheidend sein: Erstens, ob das Management die hohen Umsatzprognosen durch konkrete Projektfortschritte untermauert. Zweitens, ob die Profitabilität mit dem raschen Wachstum Schritt hält. Und drittens, ob sich der aktuelle Bewertungsaufschlag mit weiteren Großdeals im KI‑Energiesegment rechtfertigen lässt.

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