Bloom Energy liefert starke Zahlen, einen 20-Milliarden-Dollar-Auftragsbestand und gilt als Schlüsselanbieter für die Energieversorgung von KI-Rechenzentren. Trotzdem stufte Zacks Research die Aktie am Montag von „Strong Buy“ auf „Hold“ herunter. Der Grund: Die Bewertung ist nach einem Kursanstieg von über 500 Prozent in zwölf Monaten schlicht schwer zu rechtfertigen.
Starkes Geschäft, hohe Erwartungen
Die operativen Zahlen sprechen für sich. Für 2025 meldete Bloom Energy einen Umsatz von zwei Milliarden Dollar und hob die Prognose für 2026 auf 3,1 bis 3,3 Milliarden Dollar an – deutlich über den bisherigen Konsensschätzungen von 2,58 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand wuchs um 140 Prozent auf sechs Milliarden Dollar, der Gesamtbestand liegt bei 20 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal 2025 übertraf das Unternehmen die Gewinnerwartungen mit einem Ergebnis je Aktie von 0,45 Dollar – fast doppelt so viel wie die erwarteten 0,24 Dollar.
Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist die Nachfrage aus dem KI-Sektor. Blooms Festoxid-Brennstoffzellen können Rechenzentren innerhalb weniger Monate mit Strom versorgen – und umgehen damit die jahrelangen Wartezeiten für Netzanschlüsse. Für ein Oracle-KI-Rechenzentrum lieferte das Unternehmen eine Lösung in nur 55 Tagen. Zur Finanzierung weiterer Projekte hat Bloom einen Rahmenvertrag mit Brookfield Asset Management über bis zu fünf Milliarden Dollar über fünf Jahre abgeschlossen.
Bewertung als Knackpunkt
Genau hier liegt das Problem, das mehrere Analysten beschäftigt. Das Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 119, auf Basis der bereinigten 2025-Gewinne sogar bei 165. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis beträgt das 16-Fache – gegenüber einem Fünfjahresdurchschnitt von 3. Unter GAAP-Rechnungslegung schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen, die Gewinnmarge liegt bei minus 4,24 Prozent.
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Die Analysten sind gespalten. Mizuho erhöhte das Kursziel auf 110 Dollar mit Verweis auf Kosteneinsparungen und Produktionseffizienz. Jefferies hob das Ziel auf 102 Dollar an, hält aber an seiner Underperform-Einstufung fest – wegen unklarer Expansionspläne. Citi startete die Abdeckung mit „Neutral“ und sieht die Aktie als fair bewertet. Die Bank of America warnt, der Brookfield-Deal stecke noch in der Anfangsphase und lasse „begrenztes Aufwärtspotenzial“ bei der aktuellen Bewertung.
Indexaufnahme und nächste Bewährungsprobe
Ab dem 12. März wird Bloom Energy in den Bloomberg 500 Index aufgenommen – ein Schritt, der die institutionelle Sichtbarkeit erhöht und passive Kapitalzuflüsse anstoßen kann. Rund 77 Prozent der Aktien befinden sich bereits in institutionellem Besitz.
Die Aktie notiert aktuell rund 6 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob die Bewertung tragfähig ist, wird sich spätestens Ende April zeigen, wenn Bloom Energy die nächsten Quartalszahlen vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob das Unternehmen seinen Auftragsbestand in nachhaltige Profitabilität übersetzen kann – das ist die Voraussetzung dafür, dass die aktuelle Kursregion Bestand hat.
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