Kaum eine Aktie polarisiert die Wall Street derzeit so stark wie Bloom Energy. Zwischen dem niedrigsten und höchsten Kursziel der Analysten klafft eine Lücke von 197 US-Dollar — kein statistisches Rauschen, sondern Ausdruck echter Uneinigkeit über die Zukunft des Unternehmens.
Starkes Wachstum, dünne Margen
Die Argumente der Optimisten sind handfest. Bloom Energy erzielte 2025 einen Rekordumsatz von 2,02 Milliarden Dollar — ein Plus von 37,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand beläuft sich auf rund 20 Milliarden Dollar, der Produktbacklog allein auf etwa 6 Milliarden. Für 2026 peilt das Unternehmen Erlöse zwischen 3,1 und 3,3 Milliarden Dollar an.
Ein entscheidender Vorteil: Bloom kann Brennstoffzellensysteme in Monaten liefern, während der Anschluss ans Stromnetz oft Jahre dauert. Für Oracle baute das Unternehmen eine KI-Fabrik in gerade einmal 55 Tagen — ein Argument, das bei Kunden wie Walmart, Verizon, Equinix und CoreWeave offenbar zieht.
Geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise haben den Rückenwind zuletzt noch verstärkt. Die Aktie legte allein in der Woche bis zum 14. März 14,3 Prozent zu — während die großen Indizes im Minus schlossen. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von rund 62 Prozent zu Buche.
Bewertung als Knackpunkt
Die Skeptiker stören sich vor allem an der Bewertung. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 16 handelt Bloom mehr als viermal so hoch wie der Durchschnitt anderer Cleantech-Unternehmen. Die Bank of America sieht beim aktuellen Kursniveau nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial — zumal der Brookfield-Deal noch in einer frühen Phase steckt.
Hinzu kommt das Profitabilitätsproblem. Im vierten Quartal 2025 erzielte Bloom zwar einen Rekordumsatz von 777 Millionen Dollar, das Nettoergebnis lag dabei aber bei lediglich rund 1,1 Millionen Dollar. Auf der Bilanz stehen etwa 2,5 Milliarden Dollar Liquidität — denen rund 3,6 Milliarden Dollar Gesamtverbindlichkeiten gegenüberstehen.
Gleichzeitig plant Bloom, seine Produktionskapazität bis Ende 2026 von 1 auf 2 Gigawatt zu verdoppeln. Eine kapitalintensive Expansion, die Lieferketten- und Kostenrisiken birgt.
Was die Banken sagen
Baird bekräftigte sein Outperform-Rating und sieht bei einem Kursziel von 172 Dollar Kaufpotenzial. TD Cowen erhöhte sein Ziel auf 160 Dollar und verweist auf die wachsende Stromnachfrage aus Rechenzentren. Morgan Stanley zählt Bloom zu den Profiteuren des KI-Infrastrukturbooms. Citigroup startete die Abdeckung Ende Februar mit Neutral und einem Kursziel von 162 Dollar.
Von 26 Analysten empfehlen derzeit 11 den Kauf, 12 raten zum Halten, 3 zum Verkauf — mit einem durchschnittlichen Kursziel von 131,87 Dollar. Angesichts des aktuellen Kursniveaus von rund 136 Euro liegt die Aktie bereits deutlich über diesem Konsens.
Solange Bloom die Lücke zwischen Umsatzwachstum und nachhaltiger Profitabilität nicht schließt, wird die Spaltung unter Analysten bestehen bleiben — und die Aktie ein Spiegel dieser Ungewissheit sein.
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