Vom Verlustmacher zum profitablen Energieversorger — Bloom Energy hat im ersten Quartal 2026 einen Wandel vollzogen, der sich in den Zahlen kaum übersehen lässt. Der Brennstoffzellenhersteller verdoppelte seinen Umsatz mehr als, kehrte in die Gewinnzone zurück und erhöhte die Jahresprognose. Der Treiber: der Strombedarf der KI-Industrie.
Zahlen, die für sich sprechen
Im ersten Quartal erzielte Bloom Energy einen Gesamtumsatz von 751,1 Millionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 130 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Produktgeschäft legte dabei um mehr als 200 Prozent zu.
Noch auffälliger ist die Entwicklung im Servicebereich. Die GAAP-Marge dort kletterte von 1,3 auf 13,3 Prozent. Das operative Ergebnis drehte von einem Verlust von 19,1 Millionen Dollar auf ein Plus von 72,2 Millionen Dollar. Aus einem operativen Mittelabfluss von 110,7 Millionen Dollar wurde ein Zufluss von 73,6 Millionen Dollar. Kurz gesagt: ein struktureller Wandel.
Oracle als Wachstumsmotor
Den größten Einzelimpuls liefert die Partnerschaft mit Oracle. Bloom Energy baut für den Cloud-Konzern bis zu 2,8 Gigawatt Brennstoffzellenkapazität auf. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhielt Oracle einen Warrant mit einem Zeitwert von 261,3 Millionen Dollar bei Ausgabe. Dieser Betrag wird schrittweise als Umsatzminderung verbucht, sobald Produkte ausgeliefert werden.
Hintergrund ist ein strukturelles Problem der KI-Infrastruktur: Rechenzentren brauchen Strom sofort. Netzausbau und Kernkraftprojekte dauern zu lange. Blooms Festoxid-Brennstoffzellen lassen sich schneller installieren und gelten als zuverlässige Brückentechnologie. Das Elektrolyseur-Geschäft gewinnt ebenfalls an Fahrt — Tests des Idaho National Laboratory bestätigten einen Wirkungsgrad von 37,5 Kilowattstunden pro Kilogramm Wasserstoff, deutlich besser als herkömmliche Systeme.
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Prognose angehoben, Bewertung hoch
Das Management hob die Jahresprognose an. Für 2026 erwartet Bloom Energy nun einen Umsatz zwischen 3,4 und 3,8 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Non-GAAP-Betriebsergebnis soll zwischen 600 und 750 Millionen Dollar liegen.
RBC Capital bekräftigte nach den Zahlen sein Kaufurteil mit einem Kursziel von 335 Dollar. Zacks stuft die Aktie als „Strong Buy“ ein und verweist auf steigende Gewinnschätzungen der vergangenen zwei Monate.
Trotzdem gab die Aktie am Mittwoch und Donnerstag rund 3,3 Prozent nach. Der Grund liegt auf der Hand: Die Bewertung liegt bei etwa dem 155-fachen des geschätzten 2026er-EBITDA. Hinzu kommen Schulden von rund 2,6 Milliarden Dollar, überwiegend in Wandelanleihen. Das Wachstum ist real — die Frage ist, wie viel davon der Markt bereits eingepreist hat.
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