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Bloom Energy Aktie: 3,4–3,8 Milliarden Dollar Ziel wackelt

Bloom Energy verliert nach erneuter Pipeline-Ablehnung stark. Der anstehende Quartalsbericht wird zum Stimmungstest für die KI-Wachstumsstory.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Pipeline-Genehmigung in New Mexico erneut gescheitert
  • Kursverlust von über 14 Prozent am Freitag
  • Quartalszahlen Ende Juli im Fokus
  • KI-Partnerschaften auf dem Prüfstand

Bloom Energy steht vor einer entscheidenden Woche. Der Kurs des Brennstoffzellen-Herstellers ist am Freitag um 14,33 Prozent eingebrochen und schloss bei 163,80 Euro. Über die letzten 30 Tage summiert sich der Verlust auf 43,03 Prozent.

Grund für die jüngste Talfahrt: Regulierungsbehörden in New Mexico haben eine wichtige Pipeline-Genehmigung für das Oracle-Projekt „Jupiter“ zum zweiten Mal abgelehnt. Zeitgleich rückt der Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026 näher, der Ende Juli ansteht. Für Bloom Energy wird er zum Härtetest: Können die vielbeachteten Partnerschaften im KI-Sektor tatsächlich Umsatz bringen?

Was hinter dem Ausverkauf steckt

Das „Project Jupiter“ sollte einer der größten Wachstumstreiber für Bloom Energy werden. Oracle plant dort einen gewaltigen Rechenzentrums-Campus, der bis zu 2,45 Gigawatt an Brennstoffzellen-Kapazität von Bloom Energy nutzen soll.

Die Landbehörde von New Mexico verweigerte nun zum zweiten Mal die Wegerechte für eine 17 Meilen lange Gaspipeline. Die Begründung: Umweltbedenken und zu geringe Einnahmen für den staatlichen Landtreuhandfonds. Oracle und seine Partner erklärten zwar, sie arbeiten weiter an den Genehmigungen. Der Zeitplan gerät dadurch trotzdem ins Wanken.

Für Bloom Energy ist das mehr als ein regionales Problem. Das Unternehmen hatte seine Umsatzprognose für 2026 erst kürzlich auf 3,40 bis 3,80 Milliarden Dollar angehoben. Ein Baustein dieser ambitionierten Ziele wackelt nun sichtbar.

Der Blick auf die Zahlen

Die Markterwartungen bleiben trotz der Kursturbulenzen hoch. Analysten rechnen im Konsens mit einem Gewinn von rund 0,39 Dollar je Aktie. Beim Umsatz gehen die Schätzungen von etwa 766,88 Millionen Dollar aus – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr.

Investoren wollen im Bericht vor allem eine Bestätigung sehen: Werden aus den prominent angekündigten KI-Partnerschaften auch reale Umsätze? Besonders im Fokus steht dabei der Auftragsbestand von 20 Milliarden Dollar, den Bloom Energy als Beleg für sein langfristiges Wachstum anführt.

Charttechnik zeigt tiefe Verunsicherung

Der 14-Tage-RSI von 36,1 deutet auf eine Annäherung an überverkauftes Terrain hin. Der Kurs liegt aber immer noch rund 30 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 235,62 Euro – ein klares Signal, dass der mittelfristige Aufwärtstrend gebrochen ist.

Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 126,51 Prozent annualisiert. Das ist ein außergewöhnlich hoher Wert und zeigt, wie nervös der Markt die Aktie aktuell handelt.

Die Optionsmärkte deuten darauf hin, dass die Zahlen Ende Juli und die begleitenden Management-Kommentare die Kursrichtung der kommenden Tage bestimmen werden. Entscheidend dürfte dabei sein, wie das Management den Zeitplan für das Oracle-Projekt einordnet und ob es an den ambitionierten Wachstumszielen für 2026 festhält.

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Diskussion zu Bloom Energy

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.