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Bloom Energy Aktie: 2,6-Milliarden-Deal mit Nebius

Bloom Energy profitiert von neuer FERC-Regelung und einem Milliardenvertrag mit Nebius. Analysten heben Kursziele an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • FERC beschleunigt Netzanschlüsse für Großverbraucher
  • Milliarden-Rahmenvertrag mit KI-Anbieter Nebius
  • CEO erhält leistungsabhängige Aktienoptionen
  • Analysten stufen Aktie auf Outperform hoch

Innerhalb von sieben Tagen hat sich die Bloom Energy Aktie um fast 25 Prozent verteuert. Hinter dem Kurssprung stecken eine wegweisende Regulierungsentscheidung, ein milliardenschwerer Partnerschaftsvertrag und eine wachsende Nachfrage aus dem KI-Sektor.

FERC öffnet Tür für dezentrale Stromversorgung

Die US-Energieregulierungsbehörde FERC hat neue Richtlinien genehmigt, die Netzanschlüsse für große Stromverbraucher beschleunigen sollen. Für Bloom Energy ist das ein direkter Vorteil. Wer als Rechenzentrumsbetreiber jahrelang auf einen Netzanschluss wartet, sucht Alternativen. Bloom Energy liefert genau das: Festoxid-Brennstoffzellen, die Strom direkt vor Ort erzeugen.

Wie dringend dieser Bedarf ist, zeigt ein Bericht, den das Unternehmen Mitte Juni veröffentlicht hat. Demnach planen 61 Prozent der Rechenzentrumsentwickler, ihre eigene Stromversorgung aufzubauen, falls kein Netzanschluss verfügbar ist. KI-Rechenzentren wachsen bis 2030 rasant weiter — Strom bleibt der entscheidende Engpass.

Milliardendeal und CEO-Anreize

Parallel dazu hat Bloom Energy einen Rahmenvertrag mit dem KI-Infrastrukturanbieter Nebius abgeschlossen. Das Abkommen umfasst Installation, Betrieb und Wartung von rund 328 MW Brennstoffzellenkapazität, davon 250 MW garantiert. Das Volumen könnte über die Laufzeit bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar erreichen.

Vertrauen in die eigene Wachstumsstory signalisiert auch der Verwaltungsrat. Er genehmigte am 15. Juni einen Aktienbonus von 271.076 leistungsabhängigen Restricted Stock Units für CEO Dr. KR Sridhar. Die Einheiten sind an mehrjährige Umsatzziele geknüpft. Vested Anteile darf Sridhar frühestens ab dem 31. Dezember 2031 verkaufen.

Analysten ziehen nach

Die Kursentwicklung spricht für sich: Mit 279,00 Euro schloss die Aktie am Freitag knapp unter ihrem Allzeithoch von 286,00 Euro. Auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als verzwölffacht. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 125 Euro — die Aktie notiert inzwischen weit darüber.

Analysten passen ihre Einschätzungen an. Daiwa stufte die Aktie auf „Outperform“ hoch und nannte als Kursziel 324 US-Dollar. Begründung: anziehende Auftragsvolumina, steigende Kapazitäten und bessere Margen. UBS bekräftigte sein Kaufvotum mit einem Ziel von 322 US-Dollar.

Der nächste Prüfstein kommt schnell: Hält die Aktie das Niveau nahe am Allzeithoch, dürfte der Markt die Erwartungen an den Nebius-Vertrag und das weitere Auftragsmomentum bereits einpreisen.

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