Der US-Zahlungsdienstleister Block vergrößert das Einsatzgebiet seines Bezahldienstes im Online-Handel. Über eine gestern angekündigte Partnerschaft mit FastSpring steht Cash App Pay ab sofort für genehmigte Händler in den USA bereit. Verbraucher können damit über Mobilgeräte per Klick oder am Desktop via QR-Code bezahlen, wobei sowohl Einzeltransaktionen als auch wiederkehrende Abonnements unterstützt werden.
Die Integration zielt darauf ab, die Transaktionsabwicklung direkt an das Guthaben der Cash-App-Nutzer anzubinden und den Checkout-Prozess im E-Commerce zu verkürzen. Parallel dazu meldete das Unternehmen gestern Fortschritte bei der Händlergewinnung für seine Kassensparte Square.
In Los Angeles stellten zwei zusammenhängende Gastronomiebetriebe ihre Zahlungs- und Bestellabläufe auf die integrierte Plattform von Square um, um Serviceabläufe und Küchenlogistik über einheitliche Endgeräte zu bündeln.
Strategischer Ausbau des Zahlungsökosystems
Die neuen Vertriebskanäle fügen sich in das Bestreben ein, die Abhängigkeit von reinen Basiszahlungen zu verringern und die Verweildauer der Kundschaft innerhalb des Ökosystems zu erhöhen. Vor gut drei Wochen hatte Block bei der US-Bankenaufsicht OCC die Gründung einer nationalen Treuhandbank namens Builders Bank & Trust beantragt.
Das Institut soll künftig die bundesweite Verwahrung von Bitcoin und Stablecoins für Square- und Cash-App-Kunden übernehmen, anstatt wie bisher auf mehr als 50 einzelstaatliche Lizenzen angewiesen zu sein.
Im zweiten Quartal 2026 zählte Cash App knapp zwei Millionen monatliche Krypto-Nutzer, während das Bitcoin-Transaktionsvolumen im Jahr 2025 rund 10,7 Milliarden US-Dollar erreichte. Das regulatorische Verfahren für eine solche nationale Bankcharta nimmt üblicherweise mehrere Monate bis über ein Jahr in Anspruch.
Analysten blicken auf die Ertragskraft
An der Wall Street stößt die langfristige Ausrichtung weiterhin auf überwiegende Zustimmung. Das Analysehaus Rosenblatt beziffert das Kursziel für die Aktie auf 100 US-Dollar, während Truist ein Ziel von 93 US-Dollar ansetzt. Über die verschiedenen Häuser hinweg dominiert die Einstufung „Moderate Buy“, gestützt von Erwartungen an eine anhaltende Margenstabilität im Kerngeschäft.
Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 64,95 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,6 Prozent entspricht. Trotz kurzfristiger Schwankungen nach der Beantragung der Banklizenz summiert sich der Kursgewinn seit Jahresanfang auf 16 Prozent. Maßgeblich für die kommenden Quartale dürfte sein, wie zügig sich die neuen Händleranbindungen im Ertrag der Software- und Transaktionssparten niederschlagen.
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