Block gewinnt heute vorbörslich 6,0%, nachdem der Konzern gestern besser als erwartete Quartalszahlen vorgelegt und seine Jahresprognose angehoben hat. Reuters führt die positive Entwicklung auf die Stärke von Cash App und Square zurück. Neben dem operativen Wachstum steht allerdings eine vorläufige Einigung mit dem US-Justizministerium im Blickpunkt. Sie könnte eine erhebliche Zahlung nach sich ziehen.
Cash App treibt das Wachstum
Im dritten Quartal 2026 erzielte Block einen Umsatz von 6,72 Milliarden $. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie erreichte 1,13 $. Damit übertraf das Unternehmen laut Reuters die Erwartungen.
Für die Einordnung ist vor allem die Entwicklung des Bruttogewinns wichtig. Beide genannten Geschäftsbereiche trugen zum Wachstum bei. Cash App legte dabei stärker zu als Square.
Nach Unternehmensangaben stieg der Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahr um 22% auf 3,235 Milliarden $. Bei Cash App betrug das Wachstum 27%.
Square steuerte ebenfalls einen Zuwachs bei. Damit stützt sich die operative Verbesserung nicht allein auf Cash App. Die unterschiedliche Dynamik beider Bereiche bleibt für die Bewertung der weiteren Entwicklung dennoch relevant.
Höhere Ziele für das Gesamtjahr
Block hob die Prognose für den bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie 2026 von 4,02 $ auf 4,15 $ an. Die Quartalsentwicklung schlägt sich damit auch in einem höheren Ergebnisziel nieder.
Die Reaktion auf die Zahlen gilt also nicht nur dem abgeschlossenen Quartal. Anleger honorieren zugleich den optimistischeren Blick auf das Gesamtjahr. Eine Prognose bleibt allerdings eine Erwartung und ist kein bereits erzieltes Ergebnis.
Beim Bruttogewinn erwartet Block für 2026 nun 12,626 Milliarden $ statt zuvor 12,51 Milliarden $.
Vorläufige Einigung mit dem Justizministerium
Der angehobene Ausblick steht neben einem rechtlichen Belastungsfaktor. Block teilte gestern in einer Pflichtmitteilung mit, im Oktober eine grundsätzliche Einigung mit dem US-Justizministerium erreicht zu haben. Gegenstand sind Vorwürfe wegen Mängeln im Geldwäschepräventionsprogramm nach dem Bank Secrecy Act.
Vorgesehen ist eine dreijährige Vereinbarung zur aufgeschobenen Strafverfolgung. Die erwartete finanzielle Bruttokomponente beträgt rund 964 Millionen $. Nach Anrechnung früherer regulatorischer Vergleiche rechnet Block mit einer Nettozahlung von etwa 764 Millionen $.
Die endgültigen Bedingungen und die gerichtliche Zustimmung stehen noch aus. Die grundsätzliche Einigung ist deshalb nicht mit einem endgültigen Abschluss gleichzusetzen.
Zum 30. September 2026 hatte Block bereits 764 Millionen $ zurückgestellt. Für Anleger stehen damit zwei Entwicklungen nebeneinander: Das operative Geschäft trägt höhere Jahresziele, während die endgültige Ausgestaltung der Vereinbarung einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor bildet. Der heutige Kursanstieg zeigt, dass zunächst die verbesserten Geschäftsaussichten überwiegen.
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