Wer KI-Infrastruktur bauen will, braucht vor allem eines: günstigen Strom. Bitzero Holdings hat sich genau darauf spezialisiert. Das Unternehmen kontrolliert über 1 Gigawatt Rechenkapazität in Norwegen, Finnland und North Dakota.
Ein zentraler Vorteil: Die Stromkosten liegen bei rund 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Damit unterbietet Bitzero viele Wettbewerber in Nordamerika und Europa deutlich.
Milliarden-Deal in Norwegen
Der Standort in Norwegen mit 110 Megawatt Leistung wird zum Umsatztreiber. Der Technologiedienstleister OneQode hat einen 15-Jahres-Mietvertrag unterschrieben. Über die Laufzeit soll der Deal rund 2,6 Milliarden Dollar Umsatz generieren.
Die Botschaft ist klar: Langfristig gesicherte Stromkapazität wird wertvoller als die Hardware, die sie betreibt.
Bitcoin-Mining als zweites Standbein
Während Wettbewerber wie MARA Holdings mit Verlusten kämpfen — das Unternehmen meldete zuletzt einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden Dollar — fährt Bitzero zweigleisig. Die Bitcoin-Produktion kostet rund 50.000 Dollar pro Coin. Der Mining-Bereich steuert monatlich geschätzt eine Million Dollar EBITDA bei.
Doch der eigentliche Wachstumsmotor ist der Ausbau der KI-Infrastruktur. Goldman Sachs erwartet, dass der Strombedarf für KI-Rechenzentren bis 2030 um 165 Prozent steigt. Investoren wie Kevin O’Leary haben bereits Unterstützung signalisiert.
Regulatorische Risiken im Blick
In den USA plant der Kongress mit dem Ratepayer Protection Act eine Neuregelung. Große Stromverbraucher ab 100 Megawatt sollen künftig selbst für Netzausbaukosten aufkommen. Bitzero sitzt mit seinen Standorten in Europa und Nord-Dakota in vergleichsweise günstigen Jurisdiktionen.
Die Bitzero-Aktie notierte zuletzt bei 6,60 Euro — ein Minus von knapp 16 Prozent binnen einer Woche. Auf Monatssicht steht dagegen ein Plus von 29 Prozent. Die annualisierte Volatilität liegt bei 204 Prozent. Der RSI von 52,7 signalisiert nach dem Rückzug vom Juni-Hoch bei 9,25 Euro eine neutrale Tendenz.
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