Keel Infrastructure macht Ernst. Das Unternehmen, das bis vor kurzem als Bitfarms bekannt war, kappt die letzte Verbindung zu seiner Krypto-Vergangenheit. In den kommenden Wochen sollen die verbleibenden Bitcoin-Bestände im Wert von rund 161 Millionen US-Dollar vollständig liquidiert werden.
Abschied von der Blockchain
Der radikale Kurswechsel ist nun auch an der Börse offiziell vollzogen. Seit dem 6. April notiert das Papier unter dem neuen Ticker „KEEL“ an der Nasdaq und der TSX. CEO Ben Gagnon lässt keinen Zweifel an der neuen Marschroute: Der Fokus liegt ab sofort zu 100 Prozent auf der Entwicklung von Infrastruktur für Hochleistungsrechnen (HPC) und Künstliche Intelligenz in Nordamerika. Bitcoin soll künftig keinen Platz mehr in der Bilanz haben.
Die Entscheidung, das Mining-Geschäft schrittweise einzustellen, begründet das Management mit den deutlich höheren Renditechancen im KI-Sektor. Schätzungen zufolge ist der Umsatz pro Megawatt bei KI-Workloads signifikant höher als beim Schürfen von Kryptowährungen. Das Kapital aus dem Bitcoin-Verkauf soll direkt in den Aufbau neuer Rechenzentren fließen.
Rote Zahlen trotz Umsatzsprung
Die Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund eines finanziell zweigespaltenen Geschäftsjahres 2025. Zwar konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 72 Prozent auf 229 Millionen US-Dollar steigern, am Ende stand jedoch ein satter Nettoverlust von 209 Millionen US-Dollar zu Buche. Besonders die Profitabilität litt unter dem Umbau: Die bereinigte EBITDA-Marge brach im Vergleich zum Vorjahr von 23 auf 13 Prozent ein.
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Um den Zugang zu frischem Kapital zu erleichtern, hat Keel zudem seinen Unternehmenssitz von Kanada in die USA verlegt. Mit dem neuen Hauptquartier in New York City will das Management näher an US-Kunden rücken und regulatorische Prozesse für die geplanten Großprojekte beschleunigen.
Die 2,2-Gigawatt-Wette
Das Fundament für die Zukunft bildet eine Pipeline von 2,2 Gigawatt an digitaler Infrastruktur. An Standorten in Pennsylvania und Washington sollen Kapazitäten für KI-Rechenleistung entstehen. Das Unternehmen nutzt dabei bestehende Hochspannungsverträge und Genehmigungen, die in der Branche als wertvolles Gut gelten.
Das laufende Jahr 2026 gilt intern als reines „Ausführungsjahr“. Erste nennenswerte Umsätze durch Kunden aus dem KI-Bereich werden laut Unternehmensplanung erst für 2027 erwartet. Bis dahin liegt das Augenmerk auf der Finalisierung von Baugenehmigungen und dem Abschluss langfristiger Mietverträge für die neuen Rechenzentren.
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