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Symbolbild, KI-generiert

Bitcoin: Weg zur 90.000 Dollar ist frei

Schwache US-Jobdaten und ETF-Zuflüsse stützen Bitcoin, während die nächsten Inflationsdaten den weiteren Kursverlauf beeinflussen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkaufsorders bei 85.000 Dollar zurückgezogen
  • US-Spot-ETFs sammelten 2,65 Milliarden Dollar
  • US-Wirtschaft schuf 29.000 Stellen im September
  • Verbraucherpreise folgen am 14. Oktober

Bitcoin hat die Handelsspanne der vergangenen Woche nach oben verlassen. Am Freitag kletterte die Kryptowährung zeitweise über 87.000 Dollar, den höchsten Stand seit dem 23. September. Auslöser war ein Zusammenspiel aus abgeräumten Verkaufsorders und schwachen US-Arbeitsmarktdaten.

Verkäufer räumen das Feld

Nach Daten von Glassnode füllten Verkäufer die Orders um 85.000 Dollar zunächst teilweise und zogen den Rest dann zurück. Oberhalb ist wenig Widerstand übrig. Die nächste Verkaufszone liegt bei 87.000 Dollar, dort stehen nur etwa halb so viele Orders wie zuvor bei 85.000 Dollar.

QCP Capital sieht den Bereich um 87.400 Dollar als „Tor zu 90.000 Dollar“. Unterstützung verorten die Analysten bei 82.500 Dollar, die Marke hielt diese Woche dreimal. Bitcoin liegt damit gut 14 Prozent über dem Septembertief und gewann im Monatsverlauf 12 Prozent. Gold verlor im gleichen Zeitraum 8,5 Prozent. QCP spricht von einem „konzentrierten Flow-Trade“, nicht von einer reinen Entwertungserzählung.

Zufluss kam vor allem aus den US-Spot-ETFs. Sie sammelten im September rund 2,65 Milliarden Dollar ein, nur der August lag seit Oktober 2025 höher. Im ersten Halbjahr hatten die Fonds noch Mittel verloren, sodass das dritte Quartal einen Großteil der Abflüsse ausglich.

Schwache Jobdaten, gedämpfte Zinsangst

Die Arbeitsmarktzahlen fielen deutlich schwächer aus als erwartet. Die US-Wirtschaft schuf im September nur 29.000 Stellen, erwartet worden waren etwa 90.000. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 Prozent.

Das stärkt die Wetten auf eine Zinspause der Fed Ende Oktober. Zuvor hatte schon die niedriger als erwartet ausgefallene Kerninflation die Wahrscheinlichkeit eines Stillhaltens auf rund 74 Prozent getrieben, vor einer Woche waren es noch gut 35 Prozent. Hohe Renditen zehnjähriger Staatsanleihen hatten Bitcoin zuvor gebremst.

Ein Selbstläufer ist die Rally trotzdem nicht. Sygnum-Investmentchef Fabian Dori warnt: Schwache Daten seien nicht automatisch bullisch. Ein sanfter Abschwung stütze den Liquiditätshandel, ein Wachstumsschock könne dagegen Risikoanlagen belasten, Bitcoin womöglich eingeschlossen.

Die Optionsmärkte zeigen ein gemischtes Bild. Absicherung konzentriert sich bei 80.000 Dollar und darunter, Call-Positionen häufen sich zwischen 89.000 und 92.000 Dollar. Kunden rollen Oktober-Calls mit 90.000 Dollar Strike in den November.

Uptober und die Daten-Agenda

Historisch zählen Oktober und November zu den stärksten Monaten für Bitcoin. Im Schnitt legte der Oktober über zehn Jahre um 18 Prozent zu. Wincent-Manager Paul Howard hält ein Überschreiten von 100.000 Dollar bis Jahresende für möglich, gestützt auf das jüngst angehobene Citi-Kursziel von 113.000 Dollar. Kurzfristig rechnet er mit Schwankungen um 85.000 Dollar.

Der nächste Test folgt am 14. Oktober mit den September-Verbraucherpreisen. Ein heißer Wert würde Zinserhöhungen wieder auf die Agenda bringen. Hält Bitcoin bis dahin die 82.500 Dollar und knackt die 87.400 Dollar nachhaltig, rückt die Marke von 90.000 Dollar in Reichweite.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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