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Bitcoin: Strategy kauft 1.587 BTC für 100 Millionen

Bitcoin erholt sich dank US-Iran-Abkommen, während Zinserhöhung und politische Unsicherheit die Gewinne schmälern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Iran-Abkommen treibt Bitcoin-Kurs
  • Bank of Japan erhöht Leitzins
  • Strategy kauft 1.587 Bitcoin trotz Verlust
  • On-Chain-Daten zeigen starke Akkumulation

Bitcoin hat sich in den vergangenen Tagen aus seinem Jahrestief bei rund 59.000 Dollar herausgearbeitet. Aktuell notiert die Kryptowährung bei etwa 66.500 Dollar — ein Plus von gut fünf Prozent in sieben Tagen, aber noch weit entfernt vom Allzeithoch bei 126.000 Dollar aus dem Oktober 2025.

US-Iran-Deal beflügelt Risikoappetit

Der wichtigste Kurstreiber der Woche ist ein diplomatischer Durchbruch: Die USA und der Iran haben am 15. Juni ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet. Es sieht einen 60-tägigen Waffenstillstand und die teilweise Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor — einer Meeresenge, über die rund 20 Prozent des globalen Ölhandels laufen. Brent Crude fiel daraufhin um mehr als vier Prozent auf rund 83 Dollar je Barrel.

Die Erleichterung erfasste die gesamten Finanzmärkte. Der Dow Jones markierte ein Rekordhoch, der Nasdaq legte über drei Prozent zu. Bitcoin stieg kurzzeitig auf 67.248 Dollar. Die formelle Unterzeichnung des Abkommens ist für den 19. Juni in Genf geplant.

Allerdings trübte sich die Stimmung am 16. Juni wieder ein. Donald Trump stellte das Abkommen infrage — er knüpfte seine Unterstützung an weitergehende Zugeständnisse des Iran beim Atomprogramm. Zeitgleich erhöhte die Bank of Japan ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,0 Prozent — das höchste Niveau seit 1995. Die Entscheidung fiel mit sieben zu einer Stimme, während Notenbankchef Kazuo Ueda hospitalisiert war. Bitcoin gab daraufhin einen Teil seiner Gewinne wieder ab.

Strategy kauft erneut — trotz Buchverlust

Institutionelle Käufer nutzen die Schwäche. Strategy Inc. meldete per SEC-Pflichtmitteilung den Kauf von 1.587 Bitcoin zwischen dem 8. und 15. Juni — zu einem Durchschnittspreis von 63.024 Dollar je Coin, Gesamtvolumen rund 100 Millionen Dollar. Finanziert wurde der Kauf über ein laufendes Aktienverkaufsprogramm: Das Unternehmen platzierte rund 1,73 Millionen Aktien und erzielte Nettoerlöse von 209 Millionen Dollar.

Der Gesamtbestand von Strategy wächst damit auf 846.842 BTC. Das klingt imposant — hat aber einen Haken. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei 75.656 Dollar, also deutlich über dem aktuellen Kurs. Strategy sitzt auf einem erheblichen Buchverlust, hält aber parallel eine Barreserve von 1,1 Milliarden Dollar.

On-Chain-Daten zeigen breite Kaufbereitschaft

Blockchain-Daten von Glassnode zeichnen ein konstruktives Bild. Der sogenannte Accumulation Trend Score erreichte am 16. Juni seinen Maximalwert von 1,0 — ein Zeichen, dass quer durch alle Wallet-Größenklassen aggressiv gekauft wird. Seit dem 5. Juni wurden netto rund 259.000 BTC im Preisbereich zwischen 59.000 und 67.000 Dollar akkumuliert.

Besonders auffällig: Große Adressen, sogenannte Wale, beendeten eine zwölftägige Verteilungsphase. Zwischen dem 5. und 10. Juni zogen sie über 11.000 BTC im Wert von rund 700 Millionen Dollar von Börsen ab. Das Inflow-Coin-Days-Destroyed-Maß — ein Indikator für Verkaufsdruck langfristiger Halter — kollabierte von 2,16 Millionen auf 33.000. Langfristige Investoren bringen ihre Bestände offenbar nicht mehr an die Börsen.

Futures-Markt und nächste Widerstände

Die Volatilität der vergangenen 24 Stunden hinterließ Spuren im Terminmarkt. Positionen im Wert von rund 488 Millionen Dollar wurden liquidiert. Leerverkäufer trugen mit über 365 Millionen Dollar den größten Teil der Verluste.

Technisch liegt der nächste Widerstand bei 68.003 Dollar, dahinter die psychologisch wichtige Marke von 70.000 Dollar. Nach unten gilt 65.000 Dollar als erste Unterstützung, tiefer bei 63.707 Dollar eine weitere Auffangzone. Der RSI liegt bei 44 — kein überkauftes Terrain.

Den nächsten Impuls könnte die US-Notenbank liefern. Am 17. Juni trifft die Fed ihre Zinsentscheidung — es ist die erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh. Wie er den Ton setzt, dürfte den Märkten noch länger nachhallen.

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