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Bitcoin: Stabilisierung über 90k

Bitcoin konsolidiert nach einem Rücksetzer knapp über der 90.000-Dollar-Marke. Während große Investoren Bestände reduzieren, kaufen kleinere Anleger zu. Die Marktstimmung bleibt neutral.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs pendelt nach Korrektur bei rund 91.000 US-Dollar
  • Große Adressen reduzieren Positionen, Retail-Investoren kaufen
  • Charttechnisch wichtige Unterstützung bei 85.000 bis 90.000 Dollar
  • Neutrale Marktstimmung und institutionelle Zuflüsse als Stütze

Bitcoin startet nach einem holprigen Jahresauftakt in eine Phase der Neuorientierung. Nach der scharfen Korrektur Anfang Januar pendelt der Kurs nun knapp über der Marke von 90.000 US‑Dollar und ringt um eine tragfähige Unterstützungszone. Im Hintergrund verschieben sich dabei die Kräfteverhältnisse zwischen großen Adressen und kleinteiligen Investoren – mit potenziell spürbaren Folgen für die nächste größere Bewegung.

Kursbild: Konsolidierung nach Korrektur

Nach der jüngsten Korrektur notiert Bitcoin derzeit bei rund 90.983 US‑Dollar und damit etwa 27 % unter dem im Oktober 2025 erreichten 52‑Wochen-Hoch. Der Kurs liegt leicht über dem 50‑Tage-Durchschnitt, was auf eine erste Stabilisierung nach dem Rücksetzer hindeutet.

Auslöser der jüngsten Turbulenzen war ein deutlicher „Long Squeeze“ am 8. Januar: Starke Ausschläge an den Terminbörsen lösten Liquidationen in dreistelliger Millionenhöhe aus und drückten den Preis kurzfristig unter die psychologisch wichtige Marke von 90.000 US‑Dollar. Diese Zone wurde im Anschluss zurückerobert und fungiert nun erneut als kurzfristige Unterstützung.

Charttechnisch bewegt sich Bitcoin aktuell in einer Konsolidationsspanne. Auf der Oberseite wartet ein Widerstand im Bereich um 94.000 US‑Dollar, der aus einem lokalen Hoch Anfang Januar stammt. Auf der Unterseite gilt die Zone zwischen 85.000 und 90.000 US‑Dollar als zentrale Stützregion. Ein Bruch dieser Spanne nach unten könnte den Weg zu einem tieferen Test im Bereich um 68.000 US‑Dollar öffnen – einem Niveau, das mit der 200‑Wochen-EMA und früheren Ausbruchsphasen in Wahljahren zusammenfällt.

On-Chain-Daten: Große verkaufen, Kleine kaufen

On-Chain-Kennzahlen zeichnen ein Bild gegenläufiger Ströme. Auswertungen von OKX und CryptoQuant zeigen, dass große Marktteilnehmer („Whales“) in der vergangenen Woche ihre Long-Positionen reduziert und Bestände abgegeben haben. Historisch wird ein solches Verhalten häufig als Risikoabbau nach einer starken Aufwärtsphase interpretiert – in diesem Fall nach der Rally im vierten Quartal 2025.

Gleichzeitig nehmen kleinere Adressen und Retail-Investoren seit Jahresbeginn zusätzliche Coins auf. Diese Nachfrage absorbiert einen Teil des Abgabedrucks der großen Adressen. Statistisch ging ähnlichen Angebotsverschiebungen in der Vergangenheit oft eine Phase erhöhter Schwankungen voraus, bevor sich ein neuer, klarer Trend herausbildete.

Die aktuellen Kennzahlen im Überblick:

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  • Whale-Bestände: rückläufig, Hinweis auf Gewinnmitnahmen und vorsichtigere Positionierung
  • Kleinere Adressen: steigende Bestände, verstärkte Akkumulation seit Jahresbeginn
  • Marktstimmung: neutral, laut Indikatoren wie dem Fear-&-Greed-Index

Die Divergenz zwischen abgebenden Whales und zufassenden Kleinanlegern unterstreicht, dass der Markt sich in einer Übergangsphase befindet, in der Positionen neu justiert werden.

Institutionen, ETFs und Angebotssituation

Auf der strukturellen Ebene bleibt die Entwicklung des Bitcoin-Ökosystems ein wichtiger Stabilisierungsfaktor. Institutionelle Investoren spielen 2026 eine deutlich größere Rolle als in früheren Zyklen. Spot-Bitcoin-ETFs, die seit 2024 am Markt sind, sorgen für stetige Zuflüsse und bauen einen Nachfragepuffer auf, der abrupte Abwärtsbewegungen tendenziell abmildert.

Parallel richten Investoren den Blick auf die sogenannte Strategic Bitcoin Reserve. Dabei geht es um staatlich gehaltene Bestände aus beschlagnahmten oder eingezogenen Coins. Diskussionen über Umfang, mögliche Veräußerungen und die langfristige Handhabung dieser Reserven beeinflussen die Einschätzung der künftigen Angebotslage. Je klarer Rahmenbedingungen und Verkaufspläne definiert werden, desto besser lassen sich potenzielle Belastungen für den Markt einordnen.

Hinzu kommt, dass große Finanzhäuser ihre Produktpalette rund um digitale Assets weiter ausbauen. Neue Angebote, von strukturierten Produkten bis hin zu erweiterten Verwahrungslösungen, vertiefen die Verankerung von Bitcoin in klassischen Portfolios – trotz eines Umfelds, das von geldpolitischer Unsicherheit geprägt ist.

Regulierung, Makrobild und Ausblick

Makroökonomisch bleibt das Bild gemischt. Anpassungen in der Geldpolitik und die Diskussion über den weiteren Zinspfad prägen die Erwartungshaltung an den Risikomärkten. Bitcoin weist dabei weiterhin eine spürbare Korrelation zu Aktien auf, sodass Bewegungen an den klassischen Börsen auch für die Kryptowährung relevant bleiben. Dass sich der Kurs bislang oberhalb von 90.000 US‑Dollar halten kann, deutet in diesem Umfeld auf eine gewisse Robustheit hin, auch wenn Vorsicht dominiert.

Regulatorisch verbessert sich die Klarheit schrittweise, doch der Markt reagiert nach wie vor empfindlich auf Durchsetzungsmaßnahmen und neue Vorgaben der Behörden. Insgesamt entspricht die Stimmung derzeit einem neutralen Bereich: Weder Euphorie noch Panik prägen das Bild, vielmehr wartet ein großer Teil der Marktteilnehmer auf ein klares Signal, ob die aktuelle Konsolidierung in eine Erholungsbewegung oder eine weitere Abwärtswelle mündet.

Kurzfristig stehen vor allem drei Marken und Entwicklungen im Fokus: Die Stabilität der Unterstützungszone zwischen 85.000 und 90.000 US‑Dollar, der Widerstand um 94.000 US‑Dollar sowie das Verhalten der großen Adressen auf der On-Chain-Seite. Wie sich diese Faktoren in den kommenden Wochen entwickeln, wird wesentlich bestimmen, ob die Phase der Stabilisierung in eine nachhaltige Trendbewegung übergeht.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.