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Symbolbild, KI-generiert

Bitcoin: Schleusen wieder offen?

Bitcoin-Abhebungen sind wieder möglich; weitere Freigaben hängen von Prüfungen ab, während Binance den Reservennachweis bis 3. November erwartet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bitcoin-Abhebungen bei Binance wieder gestartet
  • Ether und ausgewählte Stablecoins ebenfalls freigegeben
  • 95 Prozent der gestohlenen Werte ersetzt
  • Reservennachweis bis 3. November erwartet

Binance hat heute Bitcoin-Auszahlungen nach dem milliardenschweren Hackerangriff wieder aufgenommen. Damit können Kunden ihre Bestände wieder von der Plattform abziehen.

Eine vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb ist das noch nicht: Weitere Auszahlungswege sollen erst nach Sicherheits- und Stabilitätsprüfungen folgen. Für Bitcoin-Anleger rücken deshalb die tatsächliche Verfügbarkeit der Guthaben und der angekündigte Reservennachweis in den Mittelpunkt.

Laut Reuters starteten die Bitcoin-Auszahlungen am frühen Morgen. Auch Ether und ausgewählte Stablecoins wurden wieder freigegeben. Binance setzt auf einen gestaffelten Neustart statt einer gleichzeitigen Öffnung aller betroffenen Auszahlungswege.

Ersatz der Bestände weit fortgeschritten

Nach Angaben von Binance wurden 95 % der gestohlenen Kryptowerte ersetzt. Der Angriff hatte Vermögenswerte im Umfang von rund 6,3 Mrd. US-Dollar betroffen. Die verbleibenden 5 % seien weniger liquide und könnten deshalb länger zur Beschaffung benötigen.

Diese Unterscheidung ist für Anleger wichtig: Der Ersatz gestohlener Vermögenswerte bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Auszahlungswege bereits wieder funktionieren. Binance knüpft weitere Freigaben ausdrücklich an technische Prüfungen. Einen festen Termin für die nächste Phase nennt die Plattform bislang nicht.

Zur Verlustdeckung stellte Binance nach eigenen Angaben mehr als 6,34 Mrd. US-Dollar an Unternehmensmitteln bereit. Kunden sollen keine finanziellen Verluste tragen. Die vollständige kryptografische Prüfung der Reserven wurde bis zum 3. November erwartet.

Damit steht neben der Wiederöffnung ein weiterer Prüfstein bevor. Die Zusicherung zur Verlustübernahme stammt vom Unternehmen; der angekündigte Reservennachweis soll die Deckung der Kundenguthaben nachvollziehbar machen. Für Anleger sind das unterschiedliche Ebenen der Absicherung.

Bitcoin-Nachfrage muss die Erholung tragen

Die Wiederaufnahme der Auszahlungen trifft auf einen vorsichtigen Markt. Der Bitcoin-Kurs liegt bei 77.818,00 USD. Das Tagesplus von 0,4% signalisiert eine leichte Stabilisierung, aber noch keine kräftige Gegenbewegung nach dem Schock.

Bitfinex verweist auf das fehlende deutliche Wachstum des Spot-Handelsvolumens beim Rückgang Ende Oktober. Das Analysehaus deutet dies als Zeichen zurückhaltender Marktteilnehmer und abwartender Käufer. Auch die jüngsten Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs sprechen gegen eine bereits gefestigte Nachfrage.

Für eine anhaltende Erholung müsse Bitcoin nach Einschätzung von Bitfinex über 75.000 US-Dollar bleiben und 80.000 US-Dollar zurückerobern. Ein Bruch der unteren Marke könnte den Verkaufsdruck dagegen erhöhen.

Der Neustart bei Binance beseitigt somit eine konkrete Einschränkung für Bitcoin-Besitzer. Er ersetzt jedoch weder die ausstehenden Sicherheitsprüfungen noch neue Nachfrage am Markt. Entscheidend sind jetzt die weitere Freigabe der Auszahlungen und die angekündigte Überprüfung der Reserven. Erst zusammen erlauben sie eine belastbarere Einordnung der operativen Normalisierung.

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Diskussion zu Bitcoin

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.