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Symbolbild, KI-generiert

Bitcoin: Sanktionen gegen Iran-Kanal

Washington belegt BitBank und vier weitere Ziele mit Sanktionen, nachdem Bitcoin-Zahlungen an Irans Revolutionsgarden geflossen sein sollen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BitBank wegen Iran-Transfers sanktioniert
  • Mehrere Hundert Millionen Dollar betroffen
  • Vier weitere Ziele auf Sanktionsliste
  • Ende der Blockade bleibt unsicher

Das US-Finanzministerium hat der Iran-Krypto-Infrastruktur einen weiteren Schlag versetzt. Sanktioniert wurde BitBank, jene Börse, über die nach Angaben des Office of Foreign Assets Control (OFAC) Bitcoin-Zahlungen für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus an das iranische Regime weitergeleitet wurden.

Zwischen Juni und Juli sollen laut Treasury Bitcoin im Wert von mehreren Hundert Millionen Dollar über BitBank an die Revolutionsgarden (IRGC) geflossen sein. Hinter der Börse steht Babak Zanjani, ein iranischer Finanzier, der 2016 wegen Veruntreuung zum Tode verurteilt wurde — die Strafe wurde 2024 umgewandelt.

Neben BitBank trafen die Sanktionen vier weitere Ziele, darunter die Softwarefirma Pishtaz Simorgh Electronic Trade Company und drei Führungskräfte der Dot One Value Creation Group.

Operation Economic Outcast weitet sich aus

Die Maßnahme fällt unter die im August gestartete Kampagne „Operation Economic Outcast“, mit der Washington gemeinsam mit EU, Großbritannien und Golfstaaten die verbliebenen wirtschaftlichen Verbindungen Irans kappen will.

Treasury-Chef Scott Bessent machte deutlich, dass Krypto-Finanzierungen des Regimes nicht außerhalb der Reichweite der Behörde liegen. Die Order 13902, im August auf den gesamten iranischen Digital-Asset-Sektor ausgeweitet, bleibt das zentrale Rechtsinstrument dafür.

Für Bitcoin selbst ändert sich am fundamentalen Bild wenig — die Sanktionen richten sich gegen eine spezifische Nutzung der Blockchain zur Umgehung von Handelsbeschränkungen, nicht gegen das Netzwerk als solches.

Allerdings unterstreicht der Fall erneut, wie genau Regulierer inzwischen einzelne Transaktionspfade nachvollziehen können — ein Aspekt, der auch institutionelle Anleger bei der Bewertung von Compliance-Risiken im Krypto-Sektor beschäftigt.

Auf Prognosemärkten sinken derweil die Erwartungen, dass die USA ihre Marineblockade gegen iranische Schifffahrt bald beenden. Die Wahrscheinlichkeit eines Endes bis zum 30. September liegt nur noch bei 10 Prozent, ein Rückgang um 30 Prozentpunkte. Selbst eine Frist bis Ende Dezember gilt mit 60 Prozent nicht als sicher — die geopolitische Lage rund um Hormus bleibt damit ein Belastungsfaktor, der über den Krypto-Sektor hinausreicht.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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