Das zweite Quartal 2026 beginnt für Bitcoin mit einer ungewöhnlichen Häufung regulatorischer und institutioneller Weichenstellungen. Coinbase rückt einem Bundesbanklizenz näher, Morgan Stanley drängt mit eigenem ETF-Antrag in den Markt — und im US-Kongress nimmt eine Gesetzgebung Gestalt an, die Bitcoin zur strategischen Staatsreserve machen könnte. Das alles vor dem Hintergrund eines schwachen ersten Quartals.
Coinbase, Morgan Stanley und die Infrastruktur des Vertrauens
Das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat Coinbase eine bedingte Genehmigung für eine nationale Trust-Company-Charta erteilt. Bevor die vollständige Zulassung folgt, muss Coinbase Compliance-Systeme aufbauen, regulatorische Prüfungen bestehen und robuste Geldwäschekontrollen nachweisen.
Für institutionelle Anleger ist das strukturell relevant. Pensionsfonds etwa benötigen für Bitcoin-Exposure einen regulierten Verwahrer — eine Bundescharta kann diese Anforderung erfüllen, wie es staatliche Lizenzen in vielen Fällen nicht können. Coinbase verwahrt bereits die Bitcoin-Bestände mehrerer US-Spot-ETFs.
Parallel dazu hat Morgan Stanley Investment Management eine aktualisierte Einreichung für einen eigenen Spot-Bitcoin-ETF vorgelegt. Als Verwahrer der zugrunde liegenden Bitcoin ist erneut Coinbase Custody Trust Company vorgesehen, die Bank of New York Mellon übernimmt Cash-Verwahrung und Fondsverwaltung.
ETF-Zuflüsse kehren zurück
Der März brachte eine erste Trendwende im ETF-Segment: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Nettozuflüsse von 1,32 Milliarden US-Dollar — die ersten positiven Monatszuflüsse seit Oktober 2025, nach vier aufeinanderfolgenden Verlustmonaten. Allein BlackRock steuerte zuletzt 86,56 Millionen US-Dollar bei.
Bitcoin selbst beendete das erste Quartal mit einem Minus von rund 23,8 Prozent, der schwächsten Q1-Performance seit 2018. Der Kurs fiel von rund 87.500 US-Dollar zu Jahresbeginn auf aktuell etwa 66.600 US-Dollar — belastet durch Inflationssorgen, eine restriktive Fed-Politik und den Iran-Konflikt, der die Ölpreise seit Beginn der Auseinandersetzung um rund 60 Prozent in die Höhe getrieben hat.
Kongress und Konferenz im April
Der politische Kalender verdichtet sich. Die Bitcoin 2026-Konferenz findet vom 27. bis 29. April in Las Vegas statt — mit SEC-Chairman Paul Atkins und CFTC-Chairman Mike Selig als bestätigten Rednern. Dass beide Regulatoren gemeinsam bei einem Bitcoin-Event auftreten, ist ein Novum.
Im Hintergrund läuft Senatorin Cynthia Lummis‘ BITCOIN Act, der das US-Finanzministerium ermächtigen würde, über fünf Jahre bis zu einer Million Bitcoin als strategische Reserve zu erwerben — mit einer Haltefrist von 20 Jahren und quartalsweiser Proof-of-Reserves-Pflicht. Lummis erwartet, dass das breitere Kryptomarktstrukturgesetz bis Ende April aus dem Bankenausschuss des Senats hervorgehen soll.
Auf der Angebotsseite verstärkt sich derweil ein struktureller Faktor: Börsennotierte Unternehmen halten kollektiv über 1,1 Millionen BTC — rund fünf bis sechs Prozent des Gesamtangebots. Noch ungeschürft sind weniger als 1,32 Millionen BTC, während drei bis vier Millionen BTC als dauerhaft verloren gelten. Das effektiv verfügbare Angebot schrumpft — während institutionelle Nachfrage wächst.
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