Der Clarity Act ist im US-Senat gescheitert. Für Bitcoin bedeutet das: Die lang erhoffte gesetzliche Klarheit über die Zuständigkeit von SEC und CFTC bei Kryptowährungen bleibt aus. Der Kurs reagierte prompt mit Verlusten, während andere Coins wie XRP zweistellig einbrachen.
Die Abstimmung galt als wichtiger Termin für die gesamte Branche. Ohne klare regulatorische Leitplanken bleibt unklar, wie US-Behörden künftig mit Krypto-Assets umgehen. Genau diese Unsicherheit lastet nun auf dem Markt – nicht nur bei Bitcoin, sondern branchenweit.
Charttechnik unter Druck
Nach dem gescheiterten Gesetzesvorhaben rückt die technische Verfassung von Bitcoin in den Vordergrund. Wichtige Unterstützungsmarken stehen zur Diskussion, nachdem der Kurs bereits im Vorfeld der Entscheidung unter Druck geraten war. Bereits in der vergangenen Woche hatten steigende Wetten auf eine straffere Fed-Politik sowie schwache US-Inflationsdaten für Verkaufsdruck gesorgt.
Die Gemengelage aus politischer Unsicherheit und makroökonomischen Sorgen sorgt aktuell für eine nervöse Marktlage. Sollten die kritischen Unterstützungszonen nicht halten, drohen weitere Abgaben.
Infrastruktur wächst trotz Gegenwind
Während die Regulierung stockt, baut die Branche im Hintergrund weiter aus. Die Wallet Tonkeeper hat sich zu Keeper umbenannt und unterstützt künftig neben TON auch Bitcoin, Ethereum, Tron sowie mehrere weitere Netzwerke. Der Anbieter reagiert damit auf Nutzer, die ihre Bestände längst über mehrere Chains verteilen.
Auch die Börse KuCoin erweiterte ihre Infrastruktur: Sie ist als Launch-Partner beim Mainnet-Start des Netzwerks Arc live gegangen und ermöglicht damit direkte USDC-Transfers. Solche Integrationen ändern an der aktuellen Kursschwäche nichts, zeigen aber, dass der Ausbau der Onchain-Infrastruktur unabhängig von politischen Rückschlägen weiterläuft.
Kurzfristig bleibt der Blick auf Washington gerichtet. Ohne neuen Anlauf zur regulatorischen Klärung dürfte die Unsicherheit über den weiteren Kursverlauf bestehen bleiben.
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