Morgan Stanley greift BlackRock an. Während Bitcoin mit einem Plus von rund 13 Prozent im April in den Mai startet, verändert sich der institutionelle Markt strukturell — und die technische Lage bleibt angespannt.
Fed-Signal drückt auf Risikobereitschaft
Die US-Notenbank ließ die Zinsen erneut unverändert. Überraschend war das nicht. Allerdings fiel die dahinterliegende Botschaft für Risikoanlagen weniger komfortabel aus als erhofft: Die „Higher-for-Longer“-Haltung bleibt intakt. Steigende Ölpreise im Kontext des Iran-Konflikts verstärkten den Druck auf spekulative Assets zusätzlich.
Mehr als 110 Millionen US-Dollar an gehebelten Bitcoin-Positionen wurden liquidiert. Das beschleunigte die Abwärtsdynamik. Bitcoin notiert aktuell bei rund 77.000 US-Dollar — rund 8,5 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Die 200-Tage-EMA bei 82.228 US-Dollar bildet zusammen mit einer absteigerenden Trendlinie vom September-Hoch einen dreifachen Widerstandsbereich zwischen 80.000 und 82.000 US-Dollar.
Nebenbei: Laut CNBC könnte die jüngste Fed-Sitzung Jerome Powells letzte als Vorsitzender gewesen sein. Der Bankenausschuss des Senats soll die Nominierung von Kevin Warsh voraussichtlich bestätigen.
Morgan Stanley fordert BlackRock heraus
Das strukturell wichtigste Ereignis der jüngsten Wochen spielt sich im ETF-Markt ab. Morgan Stanley startete mit MSBT einen neuen Spot-Bitcoin-ETF — Gebühr: 0,14 Prozent. BlackRocks IBIT kostet 0,25 Prozent. Der Preisunterschied ist klein, die Signalwirkung groß.
IBIT beendete zuletzt eine Serie von 13 aufeinanderfolgenden Zufluss-Tagen. Bitcoin-ETFs insgesamt verzeichneten Netto-Abflüsse von 137,8 Millionen US-Dollar. MSBT hingegen hat seit Auflegung keinen einzigen Netto-Tagesabfluss verbucht und zog zuletzt 10,81 Millionen US-Dollar an.
Auf der Bitcoin-2026-Konferenz empfahl Amy Oldenburg, Leiterin der Digital-Assets-Strategie bei Morgan Stanley, eine Bitcoin-Allokation von 2 bis 4 Prozent. Morgan Stanley verwaltet rund 9,2 Billionen US-Dollar an Kundenvermögen. Das ist keine unverbindliche Meinung — das ist eine Positionierung.
On-Chain-Daten zeigen Unterbewertungssignal
Eine Umfrage von Coinbase und Glassnode unter 91 globalen Investoren liefert ein interessantes Bild. Rund 82 Prozent der institutionellen Teilnehmer sehen Bitcoin in einer späten Bär- oder Abwertungsphase. Gleichzeitig halten 75 Prozent dieser Gruppe Bitcoin zu aktuellen Preisen für unterbewertet.
Der Bitcoin Combined Market Index sprang von 0,26 auf 0,37 — ein Niveau, das historisch mit zyklischen Tiefpunkten zusammenfällt. Vorhersagemärkte wie Kalshi und Polymarket zeigen dagegen wenig Aufbruchsstimmung: Polymarket gibt nur 16 Prozent Wahrscheinlichkeit für ein neues Allzeithoch bis Jahresende. Die On-Chain-Akkumulationssignale und die Marktstimmung laufen damit deutlich auseinander — welche Seite Recht behält, entscheidet sich an der Widerstandszone um 82.000 US-Dollar.
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