Morgan Stanley hat den Spot-Bitcoin-ETF-Markt betreten — als erste große US-Bank mit einem eigenen Produkt. Der Start des Morgan Stanley Bitcoin Trust (MSBT) am 8. April verändert die Kräfteverhältnisse in einem Segment, das ohnehin gerade unter Druck steht.
Preiskampf mit BlackRock
MSBT wird auf NYSE Arca mit einer Jahresgebühr von 0,14 Prozent gehandelt — deutlich günstiger als BlackRocks marktführender IBIT-Fonds, der 0,25 Prozent berechnet. Bei einer Anlage von 100.000 US-Dollar macht das 110 Dollar jährliche Ersparnis. Am ersten Handelstag wurden rund 34 Millionen Dollar umgesetzt, was Analysten zufolge einem Start im obersten Prozent aller ETF-Debüts entspricht.
Der entscheidende Hebel ist jedoch nicht der Preis allein. Morgan Stanley beschäftigt rund 16.000 Vermögensberater, die zusammen 9,3 Billionen Dollar an Kundenvermögen betreuen. Dieses Vertriebsnetz könnte MSBT schnell zu einer ernsthaften Konkurrenz für IBIT machen — obwohl BlackRocks Fonds mit rund 55 Milliarden Dollar Volumen weiterhin der liquideste Bitcoin-ETF am Markt ist.
MSBT ist zudem erst der Anfang: Morgan Stanley hat bereits S-1-Registrierungen für einen Ethereum- und einen Solana-Trust eingereicht. Retail-Kunden sollen noch in der ersten Jahreshälfte 2026 über E-Trade direkten Krypto-Handel erhalten.
Miner verkaufen, Strategy kauft
Auf der Angebotsseite wächst der Verkaufsdruck. Große börsennotierte Mining-Unternehmen haben 2026 erhebliche Bitcoin-Bestände liquidiert — meist um Wandelanleihen zu tilgen oder Kapital in KI-Infrastruktur umzuschichten. MARA verkaufte zwischen März 4 und März 25 insgesamt 15.133 Bitcoin für rund 1,1 Milliarden Dollar und reduzierte damit seine Schulden von 3,3 auf 2,3 Milliarden Dollar. Riot veräußerte im ersten Quartal 3.778 BTC für 289,5 Millionen Dollar. Hintergrund: Die Energiekosten sind durch den Iran-Konflikt und den Ölpreis über 100 Dollar gestiegen — Mining kostet inzwischen bis zu 80.000 Dollar pro Bitcoin.
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Auf der Gegenseite steht Strategy. Das Unternehmen kaufte in 13 aufeinanderfolgenden Wochen 90.831 BTC und hält nun insgesamt 766.970 Bitcoin — mehr als alle anderen börsennotierten Unternehmen zusammen. Der durchschnittliche Einstandspreis von 75.694 Dollar liegt über dem aktuellen Kursniveau, verkauft wurde bislang jedoch kein einziger Coin.
Geopolitik und Zinsen belasten
Das Marktumfeld bleibt angespannt. Der Fear-&-Greed-Index notiert bei 15 — im Bereich extremer Angst. Seit Jahresbeginn hat Bitcoin rund 20 Prozent verloren und markierte damit zwei negative Quartale in Folge, erstmals seit 2022. Der Iran-Konflikt hält die Risikobereitschaft der Anleger gedämpft; die US-Notenbank hat ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,7 Prozent angehoben, Zinssenkungen rücken damit in weite Ferne.
Einen kurzen Aufwärtsimpuls gab es nach Trumps Ankündigung eines zweiwöchigen Waffenstillstands mit dem Iran — Bitcoin überstieg daraufhin erstmals seit dem 26. März wieder die Marke von 70.000 Dollar. In dieses fragile Erholungsumfeld tritt Morgan Stanley nun mit dem günstigsten Produkt im Feld und dem mächtigsten Vertriebsapparat der Wall Street.
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