Bitcoin startet holprig ins neue Jahr. Während die Kryptowährung am Freitag bei rund 89.700 US-Dollar notiert und damit knapp unter der psychologisch wichtigen 90.000-Dollar-Marke verharrt, kämpft sie mit den Nachwehen eines turbulenten Jahresendes. Der Kontrast ist bemerkenswert: Auf der einen Seite massive Abflüsse aus den vielbeachteten Spot-ETFs, auf der anderen Seite schrumpfende Bestände an den Börsen und anhaltende Käufe durch Unternehmen.
ETF-Abflüsse belasten die Stimmung
Die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs haben Ende 2025 eine Art Belastungsprobe durchlaufen – und diese vorerst nicht bestanden. Zwischen dem 15. und 31. Dezember flossen netto 1,29 Milliarden US-Dollar ab, allein in diesen 12 Handelstagen. Über die gesamten Monate November und Dezember summieren sich die Abflüsse auf rekordverdächtige 4,57 Milliarden Dollar.
Diese Zahlen markieren die größte Kapitalflucht seit Einführung der Produkte Anfang 2024. Allerdings bleibt das Gesamtbild differenziert: BlackRock bewegte am 2. Januar 1.134 BTC im Wert von rund 101 Millionen Dollar zu Coinbase Prime, möglicherweise für Liquiditätszwecke. Der IBIT-Fonds von BlackRock hält weiterhin massive 770.791 BTC – ein Gegenwert von etwa 67,4 Milliarden Dollar. Langfristige institutionelle Positionen bleiben also bestehen, auch wenn kurzfristig Kapital abgezogen wurde.
Die Versorgungslage spricht eine andere Sprache
Während die Preisbewegung verhalten bleibt, zeigen On-Chain-Daten ein potenziell bullishes Signal:
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- Bitcoin-Bestände an Börsen sind auf ein Mehrjahrestief von 2,75 Millionen BTC gefallen. Weniger Coins auf Handelsplattformen bedeuten typischerweise weniger unmittelbaren Verkaufsdruck.
- Neue Wallets wachsen weiter: 2025 kamen rund 3,42 Millionen neue, nicht-leere Adressen hinzu.
- Unternehmenskäufe laufen parallel: Tether stockte im vierten Quartal seine Reserven deutlich auf, die japanische Metaplanet erhöhte ihre Bestände um 4.279 BTC auf insgesamt 35.102 BTC.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Bitcoin trotz ETF-Abflüssen aus dem Umlauf genommen wird – eine klassische Angebotsverknappung.
Regulierung und Ausblick
Die regulatorische Landschaft bewegt sich: Der US-Senat plant für die zweite Januarwoche eine Beratung zum umfassenden „CLARITY Act“, der mehr Klarheit für den Krypto-Markt schaffen soll. Turkmenistan legalisierte zum 1. Januar 2026 Mining und Handel, während Russland im Gegenzug härtere Strafen für nicht registrierte Mining-Aktivitäten vorbereitet.
Technisch steht Bitcoin vor einer Richtungsentscheidung. Analysten sehen einen starken Widerstandsbereich zwischen 90.000 und 95.000 Dollar, wo die gleitenden Durchschnitte verlaufen. Nach unten stützt die Marke um 80.000 Dollar. Ein Volatilitätsindikator (ADX bei 65,2) signalisiert, dass die aktuelle Seitwärtsbewegung sich bald auflösen dürfte. Wohin die Reise geht, hängt auch von makroökonomischen Faktoren ab: Die Fed pumpte zuletzt 74,6 Milliarden Dollar Repo-Liquidität ins System – die größte Operation seit 2020. Historisch haben solche Maßnahmen riskante Assets oft gestützt.
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