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Symbolbild, KI-generiert

Bitcoin: Iran-Sorgen drücken auf 80.000

Geopolitische Spannungen und ETF-Abzüge belasteten Bitcoin; Fed-Entscheid, Tech-Berichte und Optionsverfall prägen die kommende Woche.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bitcoin fiel am Wochenende unter 80.000 Dollar
  • US-Spot-ETFs verzeichneten hohe Tagesabflüsse
  • Fed-Zinsentscheid steht am Mittwoch an
  • Optionen über 11,1 Milliarden Dollar verfallen

Bitcoin ist am Wochenende unter die Marke von 80.000 Dollar gefallen und hat sie am Montag zurückerobert. Auslöser waren Berichte über Evakuierungen von US-Personal im Nahen Osten. Nun steht eine Woche an, die mit Zinsentscheid, Tech-Bilanzen und Optionsverfall dicht gepackt ist.

Geopolitik und ETF-Abflüsse belasten

Die Verunsicherung kam aus dem Nahen Osten: Die USA ziehen Personal aus Botschaften und Militärbasen ab. In einem Memo warnte der Geheimdienstkoordinator vor verstärkten iranischen Bemühungen, US-Personal ins Visier zu nehmen. Bitcoin notiert aktuell bei rund 80.200 Dollar, auf Wochensicht ein Minus von 2,4 Prozent.

Relativ robust hält sich Bitcoin im Vergleich zu den Altcoins. Auf 30 Tage verlor die Leitwährung 4,8 Prozent, Ethereum, Solana und XRP büßten jeweils mehr als 13 Prozent ein. Privacy-Coins wie Zcash und Monero legten dagegen zu.

Belastend wirken zudem die US-Spot-ETFs. Am Donnerstag flossen 635,6 Millionen Dollar ab, der größte Tagesabfluss seit Juni. Am Freitag folgten weitere 137,9 Millionen Dollar. Die institutionelle Nachfrage fehlt damit derzeit als Stütze.

Eine Woche voller Termine

Am Mittwoch entscheidet die Fed über den Leitzins, der bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegt. Nach der Anhebung im September rechnet der Markt laut CME FedWatch mit rund 90 Prozent Wahrscheinlichkeit mit unveränderten Sätzen. Die EZB folgt am Donnerstag, die Bank of Japan am Freitag. Am Donnerstag berichten zudem Coinbase und Strategy nach US-Börsenschluss.

Hinzu kommen die Quartalszahlen von Microsoft und Alphabet am 28. Oktober sowie von Amazon am 29. Oktober. Brent-Öl bleibt über 110 Dollar, und Zweifel an den KI-Investitionen belasten die Tech-Märkte. In acht Tagen stehen außerdem die US-Zwischenwahlen an.

Auch Unternehmen mit Bitcoin-Bestand sind aktiv: Empery Digital hat Aktienrückkäufe wieder aufgenommen und hält 1.018 Bitcoin. Das Unternehmen setzt parallel auf KI-Rechenzentren.

Marken im Blick

Bitcoin bewegt sich am unteren Rand einer Spanne zwischen 80.000 und 87.000 Dollar. Als Unterstützung gilt der Bereich von 79.200 bis 80.000 Dollar. Fällt der Kurs per Tagesschluss darunter, rückt die Marke von 76.000 Dollar in den Fokus. Nach oben müssten zunächst 81.000 und dann 84.000 Dollar fallen.

Am 30. Oktober verfallen Optionen im Nominalwert von rund 11,1 Milliarden Dollar. Das Max-Pain-Niveau liegt bei 78.000 bis 79.000 Dollar, also knapp unter der Unterstützungszone. Der Kurs könnte bis Freitag in diese Richtung gezogen werden.

Analyst Benjamin Cowen hält ein bärisches Szenario für das Schlussquartal für möglich. Es wäre hinfällig, sobald Bitcoin 83.000 Dollar erreicht und hält. Das Rekordhoch von 126.080 Dollar liegt rund 36 Prozent entfernt.

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Diskussion zu Bitcoin

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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