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Bitcoin: Geopolitik treibt Rally

Bitcoin profitiert von geopolitischen Entwicklungen in Venezuela, die den Ölpreis und die Inflation dämpfen könnten. Starke institutionelle Nachfrage und massive ETF-Zuflüsse untermauern den Kursanstieg.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs steigt über die Marke von 91.000 US-Dollar
  • Politische Ereignisse in Venezuela könnten Inflation bremsen
  • Starke Zuflüsse in US-Bitcoin-ETFs zum Jahresstart
  • Große Adressen und Unternehmen akkumulieren Bitcoin

Bitcoin hat den Jahresstart 2026 genutzt und klettert über die 91.000-Dollar-Marke. Während die Kryptowährung in den vergangenen Tagen über 4 Prozent zulegte, sorgt ein überraschendes geopolitisches Ereignis für zusätzliche Dynamik: Die Festnahme des venezuelanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Kräfte. Was auf den ersten Blick nach reiner Politik aussieht, könnte weitreichende Folgen für den Bitcoin-Kurs haben.

Venezuela-Schock als Inflationsbremse

Die Entwicklungen in Venezuela bewegen nicht nur die Ölmärkte – sie könnten auch Bitcoin zugutekommen. Das südamerikanische Land verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven von rund 300 Milliarden Barrel. Sollte eine politische Transition zu verstärkten Exporten führen, würden die globalen Ölpreise unter Druck geraten.

Für Bitcoin wäre das eine positive Nachricht. Niedrigere Energiepreise dämpfen die Inflation – ein Szenario, das risikobehaftete Assets wie Kryptowährungen historisch begünstigt hat. Analyst James Van Straten formuliert es so: „Eine meiner Sorgen für 2026 war ein hoher Ölpreis als Gegenwind für Bitcoin, ähnlich wie 2022. Wenn Öl niedrig bleibt, wird die Inflation eingedämmt.“

Marktstruktur zeigt Stärke

Die On-Chain-Daten untermauern die aktuelle Erholung. Spot-Zuflüsse stiegen am 4. Januar binnen fünf Minuten um 1.671 Prozent. Gleichzeitig halten die Abflüsse von den Börsen an – ein klassisches Zeichen für Akkumulation durch langfristig orientierte Investoren.

Besonders aussagekräftig: Bei den Liquidationen der vergangenen 24 Stunden entfielen 133 Millionen Dollar auf Short-Positionen, während nur 47 Millionen Dollar an Long-Positionen geschlossen wurden. Wer auf fallende Kurse gesetzt hatte, wurde vom Markt überrascht.

Wale kaufen wieder

Große Adressen mit mehr als 1.000 BTC sind von Verkäufen zu massiven Käufen übergegangen. Tether hat nach eigenen Angaben allein im vierten Quartal 2025 knapp 8.900 Bitcoin erworben und hält nun fast 100.000 BTC. Die Top 100 börsennotierten Unternehmen kommen zusammen auf über eine Million Bitcoin – ein Rekordwert, der die institutionelle Akzeptanz unterstreicht.

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ETF-Zuflüsse zum Jahresstart

Am ersten Handelstag 2026 flossen 471 Millionen Dollar in US-Bitcoin-ETFs – eine deutliche Trendwende nach den Abflüssen zum Jahresende. BlackRocks iShares Bitcoin Trust führte mit 287 Millionen Dollar, gefolgt von Fidelitys FBTC mit 88 Millionen Dollar.

Die gesamten verwalteten Vermögen der Bitcoin-ETFs belaufen sich mittlerweile auf 117 Milliarden Dollar, was 6,53 Prozent der Bitcoin-Marktkapitalisierung entspricht. Seit ihrer Einführung im Januar 2024 haben die Produkte ein Handelsvolumen von über zwei Billionen Dollar generiert.

Technischer Ausblick bleibt konstruktiv

Bitcoin hat die psychologisch wichtige 90.000-Dollar-Marke zurückerobert und visiert nun den Bereich zwischen 94.000 und 95.000 Dollar an. Laut Polymarket-Daten liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Anstieg auf 95.000 Dollar im Januar bei 56 Prozent.

Der RSI nähert sich überkauften Niveaus, lässt aber noch Spielraum für eine Fortsetzung der Bewegung. Der MACD zeigt einen positiven Crossover – ein technisches Signal, das die bullische Dynamik unterstützt. XWIN Research Japan erwartet für 2026 eine Handelsspanne zwischen 80.000 und 140.000 Dollar.

Der Fear & Greed Index verharrt mit Werten zwischen 25 und 40 im Bereich „Extreme Angst“ bis „Angst“ – obwohl der Kurs bereits deutlich gestiegen ist. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass viele Marktteilnehmer noch nicht zurückgekehrt sind. Montag dürfte zeigen, wie traditionelle Märkte die Wochenend-Nachrichten verarbeiten.

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