Während sich einstige Bitcoin-Schatzmeister von ihren Beständen trennen, füllen große Wallets genau in diesem Moment ihre Lager auf. Zwei gegensätzliche Bewegungen prägen den Markt zugleich — und die Frage, welches Lager am Ende recht behält, wird zum entscheidenden Signal für die kommenden Wochen.
Empery Digital, ehemals als Elektro-Powersports-Hersteller Volcon bekannt, hat binnen zwei Monaten 1.400 Bitcoin für rund 87,1 Millionen Dollar verkauft — zu einem Durchschnittspreis von 62.200 Dollar. Das Unternehmen finanziert damit einen Umstieg auf KI-Infrastruktur, tilgt zehn Millionen Dollar Schulden und sichert sich eine 25-Prozent-Beteiligung an einem Rechenzentrumsprojekt mit Hunt Properties. Nach dem Verkauf hält Empery noch 1.514 BTC, rund 100 Millionen Dollar wert, plus etwa 74 Millionen Dollar Cash. Die Aktie legte am Freitag ein Prozent zu, notiert aber weiterhin knapp 18 Prozent im Minus seit Jahresbeginn.
Strategy verkauft, Wale greifen zu
Noch deutlicher fiel der Schritt bei Strategy aus. Das Unternehmen von Michael Saylor verkaufte zwischen dem 29. Juni und 5. Juli 3.588 Bitcoin für 216 Millionen Dollar — die größte Einzeltransaktion seiner Geschichte, obwohl Saylor noch im Oktober 2025 versprochen hatte, niemals zu verkaufen. Der Erlös floss in Dividendenzahlungen auf Digital-Credit-Wertpapiere. Strategy hält weiterhin 843.775 BTC bei einem Einstandspreis von durchschnittlich 75.476 Dollar — deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Parallel zu diesen Verkäufen kauften große Wallets binnen zwei Wochen rund 270.000 Bitcoin im Wert von 16,7 Milliarden Dollar nahe den Tiefstständen. Die Coinbase-Prämie ist seit 50 Tagen negativ und deutet auf schwache US-Nachfrage hin, während institutionelles Kapital über ETFs abfließt. Metaplanet baute seinen Bestand derweil auf 43.000 BTC aus und avancierte damit zum drittgrößten börsennotierten Bitcoin-Halter weltweit.
ETFs schwanken, Citi wird vorsichtiger
Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im Juni mit 4,5 Milliarden Dollar den schlimmsten Abflussmonat seit ihrem Start im Januar 2024, wobei BlackRocks IBIT allein 3,55 Milliarden Dollar davon trug. Anfang Juli drehte die Richtung kurzzeitig: Erst kamen 221 Millionen Dollar zurück, dann über drei Tage weitere 510 Millionen Dollar. Am 8. Juli kippte das Bild erneut, nachdem Trump den Waffenstillstand mit dem Iran für beendet erklärt hatte — 84,9 Millionen Dollar flossen wieder ab, der Kurs fiel auf 62.020 Dollar.
Citigroup senkte sein 12-Monats-Kursziel von 112.000 auf 82.000 Dollar und rechnet inzwischen mit null Netto-Zuflüssen bei den ETFs. Der Fear-and-Greed-Index notiert bei 22 Punkten und signalisiert extreme Angst im gesamten Kryptomarkt.
Bitcoin bewegt sich aktuell zwischen einer Unterstützung bei rund 62.000 Dollar und einem Widerstand nahe 63.500 Dollar, während der EMA50 bei etwa 65.450 Dollar verläuft. Zwei Termine dürften die nächste Richtung vorgeben: die US-Inflationsdaten am 14. Juli und die Fed-Sitzung am 28. Juli.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 10. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
