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Symbolbild, KI-generiert

Bitcoin: Bitwise sieht 1,6 Millionen Dollar

Bitwise setzt langfristig auf institutionelle Nachfrage und knappes Angebot, während Zinsen und anstehende Termine den Bitcoin-Markt belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bitwise nennt 1,6 Millionen Dollar als Langfristziel
  • Institutionelle Käufer bauten Bitcoin-Positionen aus
  • Fed-Signale belasten die Marktstimmung
  • Optionen im Wert von 11,7 Milliarden Dollar verfallen

Bitwise hebt das Langfristziel für Bitcoin auf 1,6 Millionen Dollar bis 2036 an. Aktuell notiert die Kryptowährung bei rund 80.000 Dollar, ein Plus um das Zwanzigfache wäre also nötig. Kurzfristig dominieren allerdings andere Themen: die Fed, Optionsverfall und die US-Zwischenwahlen.

Langfristprognose trifft auf nervösen Markt

Als Treiber nennt Bitwise die wachsende Nachfrage institutioneller Anleger, das begrenzte Angebot und die Suche nach einem Schutz vor Geldentwertung. Bitcoin soll Aktien auf Sicht deutlich hinter sich lassen.

Auch Bitwise-Chef Hunter Horsley gibt sich optimistisch. Er erklärte den Kryptowinter für beendet, die Baisse habe viele Verkäufer aus dem Markt gedrängt. Ein neues Rekordhoch im kommenden Jahr würde ihn nicht überraschen, wobei er betonte, dies sei nicht die offizielle Hausmeinung des Hauses. Das bisherige Allzeithoch liegt seit Oktober 2025 bei über 126.000 Dollar, der aktuelle Kurs knapp 36 Prozent darunter.

Fed bremst die Stimmung

Der Gegenwind kommt aus der Geldpolitik. Die US-Notenbank ließ den Leitzins zwar wie erwartet bei 4,0 Prozent, zwei der zwölf Mitglieder votierten aber für eine Anhebung um 25 Basispunkte. Fed-Chef Kevin Warsh gab keine klare Richtung vor.

Die Märkte werten das als Vorstufe einer Zinserhöhung im Dezember. Die Wahrscheinlichkeit liegt nach dem CME FedWatch Tool je nach Abruf bei knapp 80 bis rund 85 Prozent. Höhere Zinsen verteuern Anlagen ohne laufenden Ertrag. Zehnjährige US-Anleihen rentieren zudem wieder über 5 Prozent.

Hinzu kommen schwache Technologiewerte nach Quartalszahlen von Alphabet und Samsung, denen Krypto-Kurse häufig folgen. Bitcoin liegt seit Monatsbeginn rund 4 Prozent im Minus. Marktbeobachter sprechen von einem Abwartemodus, in dem Trader größere Positionen meiden, bis die Fed Klarheit schafft.

Stabiles Fundament unter dem Preis

Ein Blick auf die Käuferstruktur stützt dagegen die Optimisten. Arbitrage-orientierte Hedgefonds haben ETF-Anteile abgestoßen, weil der Ertrag ihrer Handelsstrategie gegenüber Geldmarktanlagen zusammengeschmolzen ist. Staatsfonds und Vermögensverwalter kauften nach. Seit Juni haben die Fonds laut Auswertung der Pflichtmeldungen wieder rund 87.000 Bitcoin aufgebaut, diesmal als reine Kaufpositionen.

Auch die ETF-Zuflüsse drehen: Der Oktober lag zur Monatsmitte noch im Minus, bis Dienstag ist die Bilanz in etwa ausgeglichen.

Die nächsten Termine sind klar gesetzt. Am 30. Oktober verfallen Bitcoin-Optionen im Volumen von 11,7 Milliarden Dollar, am 3. November folgen die US-Zwischenwahlen.

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Diskussion zu Bitcoin

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.