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Bitcoin: Bernstein hält 150.000-Dollar-Ziel

Trotz deutlicher Kursverluste seit Jahresbeginn bleibt die Investmentfirma Bernstein bei ihrem optimistischen Bitcoin-Kursziel von 150.000 Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bitcoin stabilisiert sich bei 63.000 Dollar
  • Bernstein bestätigt 150.000 Dollar Ziel
  • ETF-Abflüsse belasten den Markt
  • Strategy kauft weitere 1.550 Bitcoin

Nach einem Wochenrückgang von zehn Prozent und einem Kursverlust von rund 29 Prozent seit Jahresbeginn hat sich Bitcoin zuletzt bei etwa 63.000 Dollar stabilisiert. Vom Allzeithoch bei 126.198 Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde, ist die Kryptowährung inzwischen mehr als halbiert. Allerdings sendet das Analystenbild ein anderes Signal.

Bernstein bleibt zuversichtlich

Die US-Investmentfirma Bernstein hält trotz des anhaltenden Kursrückgangs an ihrem Kursziel von 150.000 Dollar bis Ende 2026 fest — ein Aufwärtspotenzial von mehr als 130 Prozent vom aktuellen Niveau. Das stützt sich auf strukturelle Argumente: institutionelle Adoption, die wachsende Nachfrage nach Bitcoin-ETFs als reguliertem Vehikel und das grundlegende Angebot-Nachfrage-Verhältnis nach dem letzten Halving.

Das Umfeld der vergangenen Wochen war alles andere als hilfreich. Ein Geflecht aus Nahostkonflikt, Zinssorgen und rotierendem Kapital in Richtung KI-Aktien lastete auf dem Kryptosektor. Mit der angekündigten Waffenruhe zwischen Israel und Iran entspannte sich die Risikoaversion etwas — und Bitcoin stabilisierte sich.

ETF-Abflüsse und Strategy-Kauf

Die institutionelle Seite bleibt zweigeteilt. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen seit drei Wochen ununterbrochen Mittelabflüsse und verloren allein in der vergangenen Woche 1,7 Milliarden Dollar — die höchsten Abflüsse seit Februar 2025. Am Montag zogen Investoren weitere 91,4 Millionen Dollar ab, immerhin deutlich weniger als die 325,7 Millionen Dollar vom Freitag.

Gegenläufig dazu kaufte Strategy 1.550 Bitcoin für insgesamt rund 101 Millionen Dollar und erhöhte damit seinen Gesamtbestand auf 845.256 Coins. Das Unternehmen reagierte damit auf seinen eigenen Verkauf der Vorwoche — damals hatte Strategy erstmals seit Ende 2022 Bestände abgebaut, um Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien zu finanzieren. Ob solche verpflichtungsgetriebenen Verkäufe künftig wiederkehren, hängt von den Kapitalmarktverpflichtungen des Unternehmens ab.

Technische Lage und Ausblick

Ob die Stabilisierung bei 63.000 Dollar Bestand hat, hängt wesentlich davon ab, wie sich die ETF-Abflüsse entwickeln. Sollten sie in den nächsten Handelstagen weiter zurückgehen, ließe das auf nachlassenden Verkaufsdruck schließen. Die nächste größere Orientierungshilfe liefert die Marke von 59.000 Dollar — dort hatte Bitcoin zuletzt einen temporären Boden gefunden, bevor die Erholung einsetzte.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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