Bitcoin steht unter spürbarem Abgabedruck und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von über 6 Prozent. Nach anfänglicher Euphorie im Januar belasten nun massive Kapitalabflüsse aus den Spot-ETFs und die Neupositionierung von Hedgefonds den Kurs. Vor der wichtigen Fed-Sitzung rücken die veränderten Renditeaussichten für institutionelle Strategien in den Fokus der Anleger.
Trendwende bei den ETFs
Die Stimmung am Kryptomarkt hat sich in der zweiten Januarhälfte gedreht. Während Mitte des Monats noch Rekordzuflüsse zu verzeichnen waren – allein am 14. Januar flossen über 840 Millionen US-Dollar in die Produkte – dominieren nun Verkäufe das Bild. In den vier Handelstagen bis zum 22. Januar summierten sich die Nettoabflüsse auf rund 1,22 Milliarden US-Dollar. Dies markiert den stärksten wöchentlichen Rückzug von Kapital aus den US-Spot-ETFs seit November 2025. Selbst Marktführer wie BlackRock verzeichneten zuletzt Rückgaben von Anteilen.
Hedgefonds lösen Positionen auf
Ein wesentlicher Treiber für den Verkaufsdruck ist das Auflösen sogenannter „Basis Trades“ durch institutionelle Investoren. Bei dieser Strategie kaufen Hedgefonds Spot-Bitcoin über ETFs und verkaufen gleichzeitig Futures, um von Preisdifferenzen zu profitieren. Die Renditen dieses Arbitrage-Geschäfts sind jedoch drastisch gesunken. Lagen die Erträge vor einem Jahr noch bei rund 17 Prozent, sind sie mittlerweile auf unter 5 Prozent gefallen.
Da diese Renditen nun kaum noch über denen kurzlaufender US-Staatsanleihen liegen, fehlt für viele Akteure der Anreiz, das Kapital im Kryptosektor zu binden. Dies spiegelt sich auch im Terminmarkt wider: Das offene Interesse an Bitcoin-Futures an der CME ist erstmals seit 2023 unter das Niveau von Binance gefallen, was auf einen Rückzug von US-Instituten aus diesen Cash-and-Carry-Geschäften hindeutet.
Mining-Sektor und Makro-Lage
Auch fundamental zeigen sich gemischte Signale. Die Netzwerkeinnahmen und die Zahl aktiver Adressen sind rückläufig, was auf eine sinkende Nachfrage nach Blockspace hindeutet. Interessant ist eine strukturelle Verschiebung bei den Minern: Die Hashrate ist gesunken, da Unternehmen ihre Rechenkapazitäten zunehmend auf den KI-Sektor verlagern. Die Bereitstellung von Rechenleistung für Künstliche Intelligenz bietet derzeit stabilere und höhere Erträge pro Energieeinheit als das klassische Bitcoin-Mining.
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Zusätzlich belastet das makroökonomische Umfeld. Während Gold neue Rekordhochs erreicht, entkoppelt sich Bitcoin von dieser Entwicklung. Die Korrelation zwischen den beiden Assets ist auf ein Minimum gesunken. Investoren warten nun gespannt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve in dieser Woche sowie auf Signale bezüglich einer möglichen Haushaltssperre in den USA, die die Risikobereitschaft weiter dämpfen könnte.
Der Fokus der Marktteilnehmer liegt in den kommenden Tagen auf der Verteidigung wichtiger technischer Unterstützungszonen und den Ergebnissen der Fed-Sitzung. Sollte sich der Trend der ETF-Abflüsse fortsetzen und die US-Notenbank keine dovishen Signale senden, könnte sich die Konsolidierungsphase ausweiten.
Wichtige Kennzahlen:
– Aktueller Kurs: 89.443,40 USD
– Change 7 Tage: -6,43%
– Seit Jahresanfang (YTD): 0,81%
– 52-Wochen-Hoch: 124.773,51 USD
– Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: -0,85%
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