Ein vorläufiges Abkommen zwischen den USA und Iran treibt den Kryptomarkt an. Bitcoin reagiert als klassisches Risiko-Asset auf die geopolitische Entspannung. Eine echte Rally bleibt allerdings aus.
Die USA und Iran haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt. Die strategisch wichtige Straße von Hormus soll wieder öffnen. Das drückte die Ölpreise auf ein Mehrmonatstief. Parallel dazu griffen Anleger bei Kryptowährungen zu.
Aktuell notiert Bitcoin bei rund 65.840 US-Dollar. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von fast sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Das ist eine spürbare Erholung. Noch Anfang Juni war der Kurs auf das 52-Wochen-Tief von 59.228 US-Dollar abgerutscht.
Warten auf die Unterschrift
Die anfängliche Euphorie kühlt bereits wieder ab. Ein Grund dafür ist die fragile Natur des Abkommens. Bisher existiert nur eine elektronische Unterschrift. Die feierliche Unterzeichnung in Genf ist für Freitag angesetzt.
Bis dahin bleibt die Blockade der Seestraße bestehen. Das US-Militär setzt die Öffnung erst nach der finalen Ratifizierung um. Für den Bitcoin-Kurs ist dieses Detail entscheidend. Ein nachhaltiger Aufschwung erfordert eine echte Lösung, keine temporäre Schlagzeile.
Notenbanken bremsen den Schwung
Abseits der Geopolitik rückt die Geldpolitik in den Vordergrund. Die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank mahnt Investoren zur Vorsicht. Hinzu kommt Gegenwind aus Asien. Die Bank of Japan signalisiert weitere Zinserhöhungen.
Die Folge: Die Liquiditätserwartungen dämpfen den geopolitischen Erholungseffekt. Der Markt wartet nun auf zwei konkrete Signale. Die formelle Vertragsunterschrift am Freitag muss die Entspannung bestätigen. Erst dann gibt die Fed die mittelfristige Richtung der Krypto-Leitwährung vor.
