Bitcoin hat binnen einer Woche einen der schärfsten Anstiege des Jahres hingelegt. Zwischen dem 19. und 25. August kletterte der Kurs um mehr als 25 Prozent und überwand damit erstmals seit drei Monaten wieder die Marke von 80.000 Dollar.
Auslöser war ein Short-Squeeze im Volumen von rund 4 Milliarden Dollar, ausgelöst durch die Ankündigung des US-Finanzministeriums, seine liquiditätsstützenden Anleihenrückkäufe auf mindestens 4 Milliarden Dollar pro Operation zu verdoppeln. Aktuell notiert Bitcoin bei 79.252,00 US-Dollar, ein Plus von 2,0 Prozent allein am heutigen Handelstag.
Institutionelle Käufer bauen weiter auf
Während der Kurs sprang, blieb der Zufluss frischen Kapitals in börsennotierte Bitcoin-Bestände ungebrochen. Strive kaufte am heutigen Tag 1.110 Bitcoin im Wert von 87,5 Millionen Dollar, finanziert über die Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien. Damit wachsen die Gesamtbestände des Unternehmens auf 21.356 BTC im Wert von rund 1,7 Milliarden Dollar.
Auch das Nasdaq-notierte Unternehmen Zhibao Technology erwarb heute 2.380 Bitcoin für 154,7 Millionen Dollar über eine PIPE-Finanzierung – Teil eines Plans, bis zu 1 Milliarde Dollar für die Diversifizierung digitaler Reserven einzusammeln.
Metaplanet kündigte zudem an, 95,7 Prozent an Superplanet zu übernehmen, um beide börsennotierten Gesellschaften für die weitere Bitcoin-Akkumulationsstrategie zu nutzen.
Diese Käufe fallen in eine Phase, in der auch institutionelle Anleger über regulierte Fondsvehikel zurückkehren. In der Woche bis zum 21. August verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von 1,92 Milliarden Dollar – die stärkste Wochenperformance seit Oktober 2025. Allein der IBIT von BlackRock zog davon 1,33 Milliarden Dollar an.
Der gleichzeitige Rückenwind aus Staatsanleihen-Liquidität und ETF-Nachfrage erklärt, warum der Short-Squeeze so heftig ausfiel: Leerverkäufer sahen sich binnen Tagen von zwei Seiten unter Druck gesetzt.
Infrastruktur zieht nach
Auch auf institutioneller Seite bewegt sich etwas. Citigroup kündigte an, noch in diesem Jahr eine institutionelle Bitcoin-Verwahrung über die neue Plattform „Custody+“ zu starten und digitale Vermögenswerte in die bestehende Abwicklungs- und Cash-Management-Infrastruktur der Bank zu integrieren. Das signalisiert, dass klassische Finanzhäuser die Nachfrage nach regulierter Verwahrung ernst nehmen – ein Baustein, der langfristig zusätzliches institutionelles Kapital erschließen könnte.
Nicht alle Nachrichten fielen positiv aus. Die Europäische Union verhängte am Sonntag ein Transaktionsverbot gegen HTX (ehemals Huobi Global SA) und 13 weitere Nicht-EU-Kryptoplattformen, nachdem der Rat die entsprechende Entscheidung 2026/1849 angenommen hatte.
Zudem bestätigten Ermittler von Galaxy Research den Diebstahl von 1.719 BTC – umgerechnet rund 111 Millionen Dollar – im Zusammenhang mit einer Firmware-Schwachstelle bei Coldcard-Hardware-Wallets, die vor einem entsprechenden Patch erzeugt wurden.
Für Anleger bleibt die Gemengelage ambivalent: Der Short-Squeeze hat kurzfristig für kräftigen Auftrieb gesorgt, während Unternehmenskäufe und ETF-Zuflüsse eine breitere Nachfragebasis andeuten. Regulatorische Einschränkungen in der EU und Sicherheitsvorfälle bei Hardware-Wallets zeigen zugleich, dass die Risiken im Ökosystem nicht verschwunden sind.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 25. August liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
