Bitcoin stabilisiert sich, obwohl gleich mehrere Gegenkräfte drücken. Der Kurs notiert aktuell bei 77.489 Dollar und liegt damit am Tag rund 0,70 Prozent im Plus. Entscheidend ist weniger der kleine Anstieg, sondern die Rückeroberung der Marke von 77.000 Dollar.
Die Erholung bleibt fragil. Auf Wochensicht steht Bitcoin noch im Minus, seit Jahresanfang sogar deutlich. Auch der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt zeigt: Der Markt hat die jüngste Schwäche nicht einfach abgeschüttelt.
ETF-Abflüsse drücken auf die Stimmung
Der schwerste Belastungsfaktor kommt ausgerechnet aus dem institutionellen Kanal. US-Spot-ETFs auf Bitcoin verzeichneten binnen zwei Handelstagen Nettoabflüsse von fast 1 Milliarde Dollar. Am Dienstag flossen rund 331 Millionen Dollar ab, nach bereits 648,64 Millionen Dollar am Montag.
Besonders auffällig war der BlackRock-Fonds IBIT. Er stand am Dienstag für 326 Millionen Dollar der Abflüsse und damit für den Großteil der Bewegung. Das beendet eine Phase, in der stabile Zuflüsse als wichtiges Argument für Bitcoin dienten.
Der Auslöser liegt nicht nur im Kryptomarkt. Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen machen risikoreiche Anlagen weniger attraktiv. Die Rendite der langen US-Laufzeiten erreichte den höchsten Stand seit 2007. Kein Wunder, dass Kapital in einem solchen Umfeld vorsichtiger wird.
Trump Media stoppt Krypto-ETF-Pläne
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Trump Media & Technology Group. Das Unternehmen zog zusammen mit Yorkville America Equities Registrierungsanträge für mehrere Krypto-ETF-Produkte bei der SEC zurück. Betroffen waren ein Bitcoin-Fonds, ein kombinierter Bitcoin- und Ethereum-Fonds sowie ein breiter angelegter Krypto-Blue-Chip-ETF.
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Offiziell verweist das Unternehmen auf eine strategische Neuausrichtung hin zu Fondsstrukturen nach dem Investment Company Act von 1940. Im Markt kursiert jedoch eine zweite Erklärung: Der Gebührenwettbewerb ist hart. Morgan Stanley verlangt bei seinem Produkt lediglich 14 Basispunkte, was den Einstieg für neue Anbieter erschwert.
Auch die politische Komponente spielt in die Debatte hinein. Das laufende Gesetzgebungsverfahren zum CLARITY Act könnte Beschränkungen für digitale Assets bei Regierungsmitgliedern bringen. Für ein Unternehmen mit engem politischen Profil ist das kein Nebengeräusch.
Nvidia und Fed liefern Impulse
Kurzfristig richtet sich der Blick auf zwei makroökonomische Termine. Nvidia legt Zahlen vor, und wegen der engen Verbindung zwischen Tech-Stimmung und Bitcoin könnte ein starker Bericht den Risikoappetit stützen. Eine Umsatzprognose von 78,91 Milliarden Dollar setzt die Messlatte hoch.
Später folgt das Protokoll der US-Notenbank. Die Zinsen liegen derzeit in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Der Markt preist aktuell eine erhöhte Wahrscheinlichkeit ein, dass bis zum Jahresende noch einmal nachgelegt wird.
Technisch bleibt Bitcoin in einer Zwischenzone. Der RSI liegt mit 48,5 im neutralen Bereich, während der Kurs oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts handelt. Die 200-Tage-Linie bleibt dagegen ein Hindernis.
Kurzfristig ist die Spanne klar: Unter 75.000 Dollar würde sich das Chartbild deutlich eintrüben. Auf der Oberseite liegt der nächste Prüfstein in der Zone knapp unter 80.000 Dollar, wobei Nvidia-Zahlen und Fed-Protokoll heute den Takt vorgeben.
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