BioNTech steht vor einem radikalen Umbruch. Die milliardenschweren Pandemie-Gewinne gehören der Vergangenheit an. Parallel dazu bereitet der Mainzer Konzern den Sprung in die Krebsmedizin vor. Am 5. Mai präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal. Der Fokus liegt dabei auf der Neuausrichtung.
Rote Zahlen und ein volles Konto
Analysten rechnen für das Auftaktquartal mit einem Verlust von 2,54 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz dürfte bei rund 220 Millionen US-Dollar liegen. Für das Gesamtjahr peilt BioNTech lediglich einen moderaten Milliardenumsatz an.
Das Polster für diesen Wandel: gewaltig. Der Konzern sitzt auf Barreserven von rund 17 Milliarden Euro. An der Börse spiegelt sich die aktuelle Übergangsphase wider. Die Aktie notiert bei 86,15 Euro und verzeichnete auf Monatssicht ein Plus von knapp 16 Prozent.
Fokus auf Onkologie und neue Führung
Das Jahr 2026 markiert den Startschuss für die Krebstherapien. Bis 2030 plant BioNTech zehn zugelassene Indikationen. Ende dieses Jahres sollen bereits 15 klinische Phase-3-Studien in der Onkologie laufen.
Ein personelles Beben begleitet diesen Kurswechsel. Die Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci geben ihre Managementrollen bis Jahresende ab. Sie leiten künftig ein neues, unabhängiges mRNA-Unternehmen. BioNTech behält daran eine Minderheitsbeteiligung.
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Am 15. Mai findet die Hauptversammlung statt. Auf der Agenda stehen konkrete Vorschläge zur Abstimmung:
* Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf acht Mitglieder.
* Gewinnvortrag von 6,9 Milliarden Euro aus dem Vorjahr für Forschung und Entwicklung.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der sinkenden Umsätze bewerten Experten die Aktie mehrheitlich positiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 133 US-Dollar. Morgan Stanley stuft das Papier mit „Overweight“ ein und sieht den fairen Wert bei 126 US-Dollar. Einige Analysten senkten jedoch kürzlich ihre Prognosen. Sie verweisen auf den anstehenden Führungswechsel und enttäuschende Daten bei frühen Darmkrebs-Studien.
Der Quartalsbericht am kommenden Dienstag liefert die nächsten harten Fakten. Das Management muss dann beweisen, dass die teure Krebsforschung planmäßig voranschreitet. Verzögerungen in der Pipeline dürften den Aktienkurs unmittelbar belasten.
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