BioNTech öffnet die prall gefüllte Kriegskasse. Der Mainzer Impfstoffhersteller kauft eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde US-Dollar zurück. Das Programm läuft bereits. Das Ziel: Kapital effizienter einsetzen und langfristig Werte schaffen.
Die Ermächtigung der Hauptversammlung liegt vor. Bis Mai 2027 darf das Management bis zu 24,9 Millionen Papiere erwerben. Das entspricht maximal zehn Prozent des Grundkapitals. BioNTech nutzt die erworbenen Anteilsscheine für laufende Geschäftsverpflichtungen.
Wandel zur Onkologie-Firma
Hinter dem Rückkauf steht ein strategischer Umbruch. BioNTech will sich bis 2030 zu einem führenden Onkologie-Unternehmen entwickeln. Die Corona-Sonderkonjunktur ist vorbei. Im ersten Quartal 2026 verbuchte der Konzern einen Nettoverlust von rund 532 Millionen Euro.
Finanziell ist der Konzern für diesen Wandel extrem robust aufgestellt. Ende März lagen 16,8 Milliarden Euro an liquiden Mitteln auf den Konten. Diese Reserven federn die sinkenden Impfstoff-Einnahmen ab. Das Management hält an der Jahresprognose fest.
Schwacher Trend an der Börse
An der Börse zündet das Rückkaufprogramm noch nicht durch. Am Freitag notierte das Papier bei 78,05 Euro. Auf Jahressicht steht ein Minus von gut fünf Prozent auf der Kurstafel.
Der Abstand zum bisherigen Jahreshoch ist mit über 26 Prozent beträchtlich. Aktuell handelt die Aktie unter allen wichtigen Trendlinien. Die viel beachtete 200-Tage-Linie verläuft bei gut 85 Euro. Erst ein Sprung über diese Marke hellt das technische Bild wieder auf.
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