BioNTech und Bristol Myers Squibb haben am 25. Oktober Ergebnisse der Phase-2-Studie ROSETTA Lung-107 veröffentlicht. Die Kombination aus Pumitamig und Docetaxel erreichte bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs eine bestätigte objektive Ansprechrate von 36,7 Prozent. Untersucht wurden Patienten, deren Erkrankung nach einer Erstlinienbehandlung mit Immuntherapie und Chemotherapie fortgeschritten war.
Frühe Ergebnisse zur Krankheitskontrolle
Das frühe mediane progressionsfreie Überleben betrug nach Angaben der Unternehmen 6,9 Monate. Diese Kennzahl beschreibt die Zeit ohne Fortschreiten der Erkrankung; sie ist nicht mit dem Gesamtüberleben gleichzusetzen.
Die Ergebnisse betreffen damit den Einsatz nach dem Fortschreiten unter einer vorausgegangenen Kombinationstherapie. Die Unternehmen untersuchten Pumitamig in dieser Studie nicht allein, sondern zusammen mit Docetaxel.
Auch bei Brustkrebs wollen BioNTech und Gilead Sciences eine Kombination mit Pumitamig untersuchen. Vor rund zwei Wochen kündigten sie dafür eine Zusammenarbeit für eine klinische Studie und eine Liefervereinbarung an. Vorgesehen ist die Kombination mit Gileads Sacituzumab Govitecan.
BioNTech soll die Phase-3-Studie ROSETTA Breast-01 finanzieren und leiten, vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigung der geplanten Studienänderung. Die Untersuchung richtet sich an die Erstlinienbehandlung bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem dreifach negativem Brustkrebs mit niedriger oder fehlender PD-L1-Expression.
Begrenzter Nutzen in anderer Brustkrebsstudie
Bei Trastuzumab Pamirtecan meldeten BioNTech und DualityBio dagegen einen statistisch signifikanten, aber bescheidenen Vorteil beim progressionsfreien Überleben gegenüber einer Chemotherapie nach Wahl des Prüfarztes. Die Phase-3-Studie DYNASTY-Breast02 erreichte ihren primären Endpunkt; die Daten zum Gesamtüberleben waren noch unreif.
Die Partner bewerteten den möglichen Nutzen im bestehenden Behandlungsumfeld als begrenzt. BioNTech berichtete zudem mehr interstitielle Lungenerkrankungen als in früheren Studien, darunter schwere und tödliche Fälle. Die Unternehmen wollen die Daten besprechen und anschließend die nächsten Schritte bestimmen.
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