Morgen beginnt in Kopenhagen der European Lung Cancer Congress — und BioNTech bringt gleich drei Pipeline-Updates mit. Darunter sind erste klinische Daten für einen HER3-Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Kandidaten, der bislang noch nie öffentlich präsentiert wurde.
Gotistobart mit bemerkenswerten Überlebensdaten
Das stärkste Signal kommt von Gotistobart (BNT316/ONC-392), dem Anti-CTLA-4-Antikörper, den BioNTech gemeinsam mit OncoC4 entwickelt. In der nicht-pivotalen Phase-1-Stufe des globalen Phase-3-Programms PRESERVE-003 zeigte der Wirkstoff bei Patienten mit plattenepithelialem NSCLC, die nach einer Immuntherapie plus Chemotherapie einen Rückfall erlitten hatten, eine 54-prozentige Reduktion des Sterberisikos im Vergleich zur Standardchemotherapie. Das Sicherheitsprofil wurde als handhabbar eingestuft.
Diese Ergebnisse stammen noch aus dem vorbereitenden Studienabschnitt und erlauben keine regulatorischen Schlüsse. Die pivotale Phase läuft weiter — die Daten stützen aber die Rationale für die laufende Rekrutierung.
Erstdaten für den HER3-ADC und weitere Pumitamig-Belege
Neu auf der Bühne ist BNT326/YL202, ein HER3-gerichteter ADC-Kandidat in Zusammenarbeit mit MediLink Therapeutics. Erste Daten aus einer Phase-2-Kohorte in China zeigen antitumorale Aktivität und ein günstiges Sicherheitsprofil bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC nach Standardtherapie. Das Unternehmen sieht die Ergebnisse als Unterstützung für eine laufende Phase-1b/2-Studie, in der BNT326/YL202 mit Pumitamig kombiniert wird.
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Pumitamig selbst, ein PD-L1xVEGF-A-bispezifischer Immunmodulator, der gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelt wird, erhält ebenfalls neue Datenpunkte aus drei chinesischen Studien. Besonders relevant: aktualisierte Überlebensdaten aus einer einarmigen Phase-2-Studie bei kleinzelligem Lungenkrebs im extensiven Stadium zeigen weiterhin ermutigende Ergebnisse — unabhängig vom PD-L1-Expressionsniveau der Patienten.
Breite Pipeline, offene Führungsfrage
Insgesamt laufen bei BioNTech derzeit 16 klinische Studien im Bereich Lungenkrebs, darunter vier pivotale Phase-3-Programme. Die Datenpräsentationen in Kopenhagen fallen in eine Phase erheblicher Veränderungen: Co-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden das Unternehmen bis Ende 2026 verlassen, um ein neues mRNA-Unternehmen zu gründen. Der Aufsichtsrat hat eine Nachfolgesuche eingeleitet.
Finanziell steht BioNTech mit einem Barmittelbestand von 17,2 Milliarden Euro zum Jahresende 2025 solide da — genug Puffer, um die laufenden Studienprogramme durch den Führungswechsel hindurch zu finanzieren. Die 2026er-Umsatzprognose liegt bei 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Die Aktie notiert aktuell rund 16 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — der Markt wartet offenbar auf belastbarere Pivotaldaten, bevor er die Pipeline neu bewertet.
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