Eine Antwortrate von fast 48 Prozent, wo Chemotherapie gerade einmal 15 Prozent schafft — das sind die Zahlen, die BioNTechs Krebsmedikament T-Pam gerade in die Schlagzeilen bringt. Mehrere Großbanken haben ihre Kursziele angehoben, und der Kurs legte in den vergangenen sieben Tagen rund 8 Prozent zu.
Was die Phase-2-Daten bedeuten
Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Pamirtecan (BNT323/DB-1303) wurde in einer Phase-2-Studie mit 145 Patientinnen mit HER2-positivem Endometriumkarzinom in der Zweit- oder Folgetherapie getestet. Die bestätigte Gesamtansprechrate lag bei 47,9 Prozent, das mediane progressionsfreie Überleben bei 8,1 Monaten. Zum Vergleich: Chemotherapie erreicht in dieser Indikation typischerweise rund vier Monate. Bei Patientinnen mit der stärksten HER2-Expression kletterte die Ansprechrate sogar auf 73,1 Prozent — ein Wert, der die Onkologie-Community aufhorchen lässt.
Das Sicherheitsprofil gilt als handhabbar, die Wirksamkeit zeigte sich konsistent über alle HER2-Expressionsstufen hinweg, unabhängig von einer vorherigen Checkpoint-Inhibitor-Therapie.
Analysten heben Kursziele an
BofA Securities erhöhte sein Kursziel von 128 auf 130 US-Dollar und behält das „Buy“-Rating. Morgan Stanley zog von 125 auf 126 Dollar nach, ebenfalls mit „Overweight“. Berenberg Bank bestätigte seine Kaufempfehlung. Von 18 Analysten empfehlen 13 den Kauf; das Konsens-Kursziel liegt bei 133,13 US-Dollar.
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BofA schätzt den Markt für die Zweitlinientherapie beim Endometriumkarzinom als überschaubar ein — rund 3 Dollar je Aktie im Kursziel. Wichtiger sei der strategische Wert: Eine FDA-Zulassung würde BioNTech erstmals eine eigene Onkologie-Vertriebsinfrastruktur aufbauen lassen, die für größere Pipeline-Programme gebraucht wird. BioNTech und Partner DualityBio planen die Einreichung eines Biologics Licence Application noch in diesem Jahr — vorbehaltlich der FDA-Rückmeldung. Parallel läuft die globale Phase-3-Studie Fern-EC-01 gegen Chemotherapie.
Umsatzrückgang und Hauptversammlung
Die klinischen Fortschritte überlagern eine schwierige Finanzlage. BioNTech erwartet für 2026 einen Umsatzrückgang von rund 25 Prozent auf 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro, nach einem Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025. Mit einer Liquiditätsreserve von rund 17,2 Milliarden Euro verfügt das Unternehmen jedoch über ausreichend Kapital, um den laufenden Umbau zu finanzieren. Bis Ende 2026 sollen 15 Phase-3-Studien laufen und Daten aus sieben Spätphasenprogrammen vorliegen — kommerzielle Umsätze daraus erwartet das Management frühestens 2027.
Am 15. Mai findet die virtuelle Hauptversammlung statt. Auf der Agenda stehen unter anderem die Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf acht Mitglieder sowie ein neues genehmigtes Kapital 2026 von bis zu 129,5 Millionen Euro — das entspricht 50 Prozent des aktuellen Grundkapitals. Kurz davor, im Mai, folgen die Q1-Zahlen für 2026, die erste Orientierung über den Verlauf des laufenden Geschäftsjahres geben werden.
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