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Symbolbild, KI-generiert

BioNTech Aktie: Jüngste Erfolge bestätigt!

Goldman Sachs und Wells Fargo empfehlen BioNTech zum Kauf. Die Aktie notiert 20% unter dem Hoch, während wichtige Studiendaten anstehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kaufempfehlungen von zwei Großbanken
  • Fokus auf Krebsmittel pumitamig
  • Fünf neue Zulassungsstudien gestartet
  • Stellenabbau spart jährlich 500 Millionen Euro

Goldman Sachs und Wells Fargo haben BioNTech am Donnerstag mit einer Kaufempfehlung versehen. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Das Unternehmen steuert auf eines der dichtesten Datenjahre seiner Geschichte zu — und die Aktie notiert rund 20 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Pumitamig im Mittelpunkt

Das meistbeobachtete Programm ist pumitamig (BNT327). Der Wirkstoff kombiniert PD-L1-Checkpoint-Hemmung mit VEGF-A-Neutralisierung und wird gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelt. Im laufenden Jahr starteten fünf neue Zulassungsstudien — in Brustkrebs, Darmkrebs, Magenkrebs und zwei Lungenkrebsindikationen.

Im April kam eine weitere Kooperation hinzu. BioNTech und Boehringer Ingelheim wollen pumitamig mit dem T-Zell-Engager obrixtamig bei kleinzelligem Lungenkrebs testen. Boehringer übernimmt dabei die regulatorische Verantwortung für die Phase-1b/2-Studie.

Der nächste konkrete Datenpunkt folgt Ende Mai. Beim ASCO-Kongress (29. Mai bis 2. Juni) präsentiert BioNTech Phase-2-Daten aus der ROSETTA-Lung-02-Studie. Dort wird pumitamig in Kombination mit Chemotherapie gegen den etablierten Standard pembrolizumab plus Chemotherapie getestet.

Starke Bilanz, wachsende Verluste

Die Quartalszahlen für Q1 2026 zeigen das bekannte Spannungsfeld. Der Nettoverlust lag bei rund 532 Millionen Euro — die COVID-Erlöse schrumpfen, die Onkologie-Investitionen steigen. Goldman Sachs sieht das adressierbare Marktpotenzial des Portfolios bei über 100 Milliarden Dollar und erwartet wichtige Datenpunkte noch in diesem Jahr.

Finanziell bleibt BioNTech gut aufgestellt. Liquide Mittel und Wertpapiere belaufen sich auf 16,8 Milliarden Euro. Die Umsatzprognose für 2026 hält das Unternehmen bei 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Dollar ist geplant.

Stellenabbau schafft Spielraum

Parallel zur Pipeline-Offensive räumt BioNTech sein Produktionsnetz auf. Die Werke in Idar-Oberstein, Marburg, Tübingen und Singapur sollen schrittweise schließen. Bis zu 1.860 Stellen sind betroffen. Die Standorte in Deutschland will das Unternehmen bis Ende 2027 abwickeln, Singapur bereits im ersten Quartal 2027.

Das Ziel: jährliche Einsparungen von rund 500 Millionen Euro ab 2029. BioNTech prüft auch einen teilweisen oder vollständigen Verkauf der Standorte.

Die Aktie schloss zuletzt bei 81,00 Euro — knapp 3 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt, der RSI signalisiert mit rund 49 eine neutrale Marktlage. Ob die ASCO-Daten Ende Mai den nächsten Impuls liefern, hängt davon ab, wie überzeugend pumitamig im direkten Vergleich mit pembrolizumab abschneidet. Bis dahin bleibt das Kurspotenzial an klinische Ergebnisse geknüpft.

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