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BioNTech Aktie: Jefferies bestätigt Buy bei 138 Dollar

Neue Lungenkrebs-Daten von BioNTech überzeugen Jefferies, doch starker Rivale setzt hohe Maßstäbe für die Pipeline.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Jefferies bestätigt Kaufempfehlung für BioNTech
  • Pumitamig zeigt hohe Ansprechraten bei Lungenkrebs
  • Konkurrenzprodukt Ivonescimab setzt starke Benchmarks
  • Aktie legt nach ASCO-Präsentationen zu

BioNTech bekommt auf dem wichtigsten Krebskongress neuen Rückenwind. Die frischen Daten zur Lungenkrebs-Pipeline reichen Jefferies aus, um die Kaufempfehlung zu bestätigen. Ganz frei ist die Aktie damit aber nicht: Ein starker Rivale setzt die Messlatte hoch.

Am Markt kommt das Signal an. Die BioNTech-Aktie steht aktuell bei 84,05 Euro und legt am Montag um 2,06 Prozent zu; auf Wochensicht summiert sich das Plus auf 5,33 Prozent.

Jefferies hält am Kaufvotum fest

Jefferies bestätigte am Montag das Rating „Buy“ für BioNTech. Analyst Akash Tewari belässt das Kursziel bei 138 Dollar und richtet den Blick vor allem auf die Onkologie-Pipeline im Segment Lungenkrebs.

Der Kern der Einschätzung: BioNTech muss sich bei bispezifischen Antikörpern gegen starke Konkurrenz behaupten. Akeso und Summit Therapeutics präsentierten beim ASCO-Kongress neue Daten zu Ivonescimab, einem PD-1/VEGF-Antikörper.

In der HARMONi-6-Studie senkte Ivonescimab in Kombination mit Chemotherapie das Sterberisiko um 34 Prozent gegenüber einem Standard-PD-1-Hemmer plus Chemotherapie. Das ist ein harter Vergleichspunkt für BioNTechs eigene Programme.

Pumitamig zeigt Wirkungssignale

BioNTech und Bristol Myers Squibb legten Ende Mai Zwischendaten aus der kombinierten Phase-2/3-Studie ROSETTA Lung-02 vor. Getestet wird Pumitamig, auch bekannt als BNT327/BMS-986545, zusammen mit Chemotherapie bei unbehandeltem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.

Die bestätigte objektive Ansprechrate lag in der nicht-plattenepithelialen Kohorte bei 57,1 Prozent. In der plattenepithelialen Kohorte erreichte sie 68,4 Prozent.

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Auffällig ist die Krankheitskontrollrate: In beiden Gruppen lag sie bei 100 Prozent. Bei Patienten mit hoher PD-L1-Expression, definiert als TPS von mindestens 50 Prozent, erreichte auch die bestätigte Ansprechrate 100 Prozent.

Jefferies sieht bislang noch keinen klaren statistischen Abstand zu Ivonescimab. Die Bank traut BioNTechs Kombinationstherapien der nächsten Generation aber eine längerfristige Differenzierung zu. Genau dieser Punkt macht die nächsten Studienschritte wichtig.

Bewertung bleibt vom Pipeline-Fortschritt abhängig

Die Aktie hat sich zuletzt stabilisiert, bleibt aber unter ihren längerfristigen Vergleichsmarken. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 1,88 Prozent, über zwölf Monate liegt der Kurs noch 15,02 Prozent im Minus.

Auch die Analystenseite sendet freundlichere Signale. UBS hatte das Kursziel am 27. Mai von 117 auf 135 Dollar angehoben; der aktuelle Analystenkonsens liegt bei 124,03 Dollar.

Fundamental bleibt BioNTech in einer Übergangsphase. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen 118,1 Millionen Dollar Umsatz und schrieb einen Nettoverlust von 494,6 Millionen Dollar.

Damit rückt weniger das aktuelle Ergebnis in den Mittelpunkt als die Frage, wie belastbar die Krebsdaten in größeren Studien werden. BioNTech treibt Pumitamig nun in die Phase-3-Prüfung, in der die Kombination mit Chemotherapie gegen Pembrolizumab plus Chemotherapie als heutigen Standard antreten soll. Genau dort entscheidet sich, ob aus dem ASCO-Rückenwind ein echter Bewertungsfaktor wird.

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Diskussion zu BioNTech

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.