Während BioNTech auf der Krebskonferenz AACR in San Diego seine Onkologie-Erfolge präsentiert, bereitet sich das Unternehmen auf eine Zäsur vor. Die beiden Co-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci verlassen den Konzern bis Ende 2026. Sie bauen ein neues, unabhängiges mRNA-Unternehmen auf. Für die Mainzer bedeutet das einen gewaltigen Umbruch mitten in der strategischen Neuausrichtung.
Pipeline liefert Daten
Operativ liefert die Forschung derzeit handfeste Argumente. Gemeinsam mit dem Partner DualityBio präsentierte BioNTech positive Phase-2-Daten für einen Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Kandidaten gegen Gebärmutterhalskrebs. Die Ergebnisse überzeugen: Fast 48 Prozent der Patientinnen sprachen auf die Therapie an. Das progressionsfreie Überleben lag im Median bei rund acht Monaten.
Auf Basis dieser Daten peilt das Management noch in diesem Jahr die Zulassung bei der US-Behörde FDA an. Eine globale Phase-3-Studie läuft bereits. Parallel dazu vereinbarten die Mainzer eine neue klinische Kooperation mit Boehringer Ingelheim. Ziel ist die Entwicklung einer Immuntherapie gegen kleinzelligen Lungenkrebs.
Milliarden für den Umbau
Finanziell ist der Wandel gut abgesichert. Zum Jahreswechsel verfügte BioNTech über liquide Mittel von rund 17 Milliarden Euro. Diese Kriegskasse finanziert aktuell 15 laufende Phase-3-Studien in der Onkologie. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Vorstand mit einem Umsatz von gut zwei Milliarden Euro.
Genau in dieser Transformationsphase ordnet sich die Führungsspitze neu. Sahin und Türeci ziehen sich in die neue mRNA-Firma zurück. BioNTech behält an diesem Spin-off eine Minderheitsbeteiligung. Hinzu kommen vertraglich zugesicherte Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren für bestehende Technologien.
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An der Börse kommt die Entwicklung gut an. Die Aktie legte auf Wochensicht um fast zehn Prozent zu und ging am Freitag bei 87,00 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Papier nur noch knapp unter der wichtigen 200-Tage-Linie.
Analysten bewerten den Onkologie-Schwenk überwiegend positiv. Morgan Stanley bestätigte kürzlich die Einstufung „Overweight“ und sieht das Kursziel bei 126 US-Dollar. HC Wainwright rät ebenfalls zum Kauf, während TD Cowen mit einem Ziel von 94 US-Dollar eine neutrale Haltung einnimmt.
Am 5. Mai präsentiert BioNTech die Zahlen für das erste Quartal. Zehn Tage später folgt die Hauptversammlung. Spätestens dort wird das Management den detaillierten Zeitplan für die späten klinischen Studien und den Abgang der Gründer vorlegen.
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