BioNTech und Gilead Sciences haben am 22. Oktober eine Zusammenarbeit für klinische Studien und eine Liefervereinbarung angekündigt. Im Mittelpunkt steht eine geplante Wirkstoffkombination gegen Brustkrebs. Nach den Quartalszahlen und der angehobenen Umsatzprognose legte die BioNTech-Aktie gestern um 3,9% zu.
Neue Kombination für die Krebsforschung
Die Unternehmen wollen BioNTechs Pumitamig mit Gileads Sacituzumab Govitecan in der geplanten Phase-3-Studie ROSETTA Breast-01 untersuchen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung. Die Kombination soll als Erstlinienbehandlung bei bestimmten Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs geprüft werden. Angesprochen sind Patienten mit geringer oder fehlender PD-L1-Ausprägung.
Ein weiteres Projekt verfolgt BioNTech mit Bristol Myers Squibb. Beide Unternehmen veröffentlichten am 25. Oktober erste globale Phase-2-Daten aus ROSETTA Lung-107. Dort wird Pumitamig zusammen mit Docetaxel bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs untersucht, nachdem die Erkrankung unter einer Kombination aus Immun- und Chemotherapie fortgeschritten war.
Finanzielle Basis und klinische Einschränkungen
Bei den bereits veröffentlichten Quartalszahlen meldete BioNTech für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 1.289,2 Millionen Euro. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,76 Euro. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr, hauptsächlich wegen der geringeren Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen.
Die Umsatzprognose für 2026 hob BioNTech auf 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro an. Zuvor hatte die Spanne bei 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro gelegen. Liquide Mittel, Zahlungsmitteläquivalente und Wertpapieranlagen beliefen sich auf 16,2 Milliarden Euro.
Beim vor rund zwei Wochen gemeldeten Brustkrebs-Studienergebnis von BioNTech und DualityBio erreichte Trastuzumab Pamirtecan zwar den primären Endpunkt. Die Verbesserung des progressionsfreien Überlebens gegenüber Chemotherapie war statistisch signifikant, aber gering; die Gesamtüberlebensdaten waren noch nicht ausgereift.
Die Unternehmen berichteten zudem über häufiger auftretende interstitielle Lungenerkrankungen als in früheren Studien, einschließlich einzelner schwerer oder tödlicher Fälle. Sie sahen anhand der verfügbaren Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten nur begrenztes Nutzenpotenzial in diesem Behandlungsumfeld und besprechen die nächsten Schritte.
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