Pfizer und BioNTech ziehen bei einer groß angelegten US-Studie für ihren angepassten Corona-Impfstoff die Reißleine. Die strengen Vorgaben der US-Gesundheitsbehörde FDA machten es unmöglich, genügend gesunde Probanden in der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen zu finden. Während das Covid-Geschäft weiter schrumpft, rückt nun der strategische Umbau des Unternehmens in den Fokus der Investoren.
Strenge Vorgaben verhindern Rekrutierung
Die Rekrutierung für die geplante Studie mit bis zu 30.000 Teilnehmern scheiterte an den strikten Aufnahmekriterien. Die FDA verlangte, dass die Probanden keinerlei chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes aufweisen durften. In der Praxis führte dies dazu, dass über 80 Prozent der eigentlich bereiten Freiwilligen bereits bei der Voruntersuchung ausschieden. Da Pfizer und BioNTech die Datenerhebung nun stoppen, wird es voraussichtlich im Herbst keinen spezifisch freigegebenen Impfstoff für diese Demografie geben.
Das Problem betrifft nicht nur das Mainzer Unternehmen. Auch der Konkurrent Moderna kämpft bei einer ähnlichen Studie mit massiven Rekrutierungsproblemen. Marktbeobachter werten dies als branchenweites Hindernis, das durch sinkendes öffentliches Interesse an Auffrischungsimpfungen verstärkt wird. Allerdings zeichnet sich auf regulatorischer Ebene eine Veränderung ab: Der für die strengen Placebo-Vorgaben verantwortliche FDA-Impfstoffchef Vinay Prasad verlässt die Behörde noch in diesem Monat. Dies könnte den Weg für pragmatischere Zulassungsbedingungen in der Zukunft ebnen.
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Onkologie soll Umsatzlücke schließen
Für BioNTech bedeutet das Ende der Studie einen weiteren Dämpfer im ohnehin rückläufigen Covid-19-Geschäft. Der Titel notiert aktuell bei 76,25 Euro und verzeichnet damit auf Zwölfmonatssicht ein Minus von gut 11 Prozent.
Dank eines Finanzpolsters von 17,2 Milliarden Euro zum Ende des Jahres 2025 treibt das Management den strategischen Umbau jedoch massiv voran. Das Unternehmen konzentriert sich zunehmend auf die Entwicklung von Krebstherapien. Aktuell laufen bereits neun Phase-III-Studien in der Onkologie. Bis Ende 2026 plant BioNTech den Start von sechs weiteren, um insgesamt 15 weit fortgeschrittene Programme zu etablieren und die wegbrechenden Impfstoff-Umsätze langfristig zu ersetzen.
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