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BioNTech Aktie: Arcus und BMS testen Pumitamig bei Nierenkrebs

BioNTechs Onkologie-Wirkstoff Pumitamig wird Teil einer neuen Nierenkrebs-Studie mit Arcus und BMS. Das Management bestätigt die Jahresprognose.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Partnerschaft für Nierenkrebs-Studie
  • Pumitamig als Kombinationspartner
  • Jahresprognose von 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro bestätigt
  • Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs

BioNTech baut seine klinische Onkologie-Präsenz weiter aus. Am Mittwoch gab Arcus Biosciences eine Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb (BMS) bekannt – und setzt dabei auf BioNTechs zentralen Krebs-Wirkstoff Pumitamig.

Fokus auf Nierenkrebs

Die Partnerschaft zielt auf die Phase-1/2-Studie ROSETTA RCC-208 ab. Sie testet Behandlungen für fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom. Arcus liefert Casdatifan, einen HIF-2a-Hemmer, zur Kombination mit Pumitamig. Dieser bispezifische Antikörper blockiert gleichzeitig PD-L1 und VEGF-A und wird von BioNTech und BMS gemeinsam entwickelt.

Zwei neue Studienarme sollen eine TKI-freie Therapieoption für Nierenkrebs-Patienten prüfen. Die Strategie dahinter: BioNTech nutzt seinen Immunmodulator als „Rückgrat“ für verschiedene Kombinationstherapien bei soliden Tumoren.

Klinischer Schwung und Neupositionierung

Auf der ASCO 2026 zeigte BioNTech Daten aus über 25 klinischen Studien. Während der Fokus zuletzt auf der Lungenkrebs-Studie ROSETTA Lung-02 lag, treibt die Arcus-Partnerschaft nun den Vorstoß in andere Hochinzidenz-Krebsarten voran.

Das Management bestätigte die Prognose für 2026: Gesamterlöse zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. BioNTech durchläuft derzeit den Wandel vom Covid-19-Impfstoffhersteller zum reinen Onkologie-Unternehmen. Ein Teil dieser Neuausrichtung: Die Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci planen, bis Ende 2026 ihre Vorstandsposten aufzugeben und ein eigenständiges mRNA-Forschungsunternehmen zu gründen.

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Rückkauf und Kosten

In der intensiven Forschungsphase stützt BioNTech den Aktienkurs mit einem Rückkaufprogramm für American Depositary Shares im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar. Zusätzlich läuft eine Fertigungskonsolidierung, die jährlich rund 500 Millionen Euro einsparen soll – verbunden mit einem Abbau von etwa 1.800 Stellen.

Die Aktie notiert am Donnerstag bei 76,50 Euro, ein Plus von 0,39 Prozent zum Mittwochsschluss. Im Jahresverlauf verliert das Papier jedoch 7,27 Prozent. Auf Jahressicht liegt das Minus bei 21,54 Prozent. Der Kurs bleibt rund 27 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Januar bei 105,80 Euro.

Ausblick

Ein kritischer Meilenstein steht im dritten Quartal an: Dann soll eine 613 Millionen Euro schwere Zahlung aus der BMS-Partnerschaft verbucht werden. Für Investoren zählen vor allem die 15 laufenden Phase-3-Studien. Gelingt der erste kommerzielle Start eines Onkologie-Produkts, könnte das die Aktie neu bewerten.

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Diskussion zu BioNTech

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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