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B&G Foods Aktie: Portfolio-Umbau abgeschlossen

B&G Foods hat sein US-Tiefkühlgeschäft verkauft und investiert die Erlöse in profitablere Brühen-Marken. Das Unternehmen präsentierte solide Quartalszahlen und einen vorsichtigen Ausblick für 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf des Green Giant Tiefkühlgeschäfts abgeschlossen
  • Erlöse finanzieren Übernahme von Brühen-Marken
  • Solide Quartalszahlen mit leichtem Umsatzplus
  • Vorsichtiger Ausblick für das laufende Geschäftsjahr

B&G Foods hat gestern den Verkauf seines US-Tiefkühlgeschäfts von Green Giant an Seneca Foods für 63,2 Millionen Dollar abgeschlossen. Damit ist der größte Baustein in der Neuausrichtung des Portfolios geschafft. Die Erlöse fließen direkt in die Finanzierung der geplanten Übernahme der Brühen-Marken College Inn und Kitchen Basics von Del Monte Foods – ein Geschäft, das deutlich profitabler läuft als das abgestoßene Tiefkühlgeschäft.

Vom Verlustbringer zum Margengeschäft

Das Green Giant Tiefkühlgeschäft war für B&G Foods bestenfalls ein Nullsummenspiel. Saisonale Produktion, hoher Kapitalbedarf und geografische Komplexität machten das Geschäft unpassend für das restliche Portfolio. Mit dem Verkauf entfallen rund 203 Millionen Dollar Umsatz pro Jahr – aber kaum EBITDA. Die mexikanische Produktionsstätte in Irapuato behält B&G Foods und wird dort im Auftrag von Seneca weiter produzieren. Das bringt etwa 100 Millionen Dollar Jahresumsatz bei gesicherter Marge.

Die College Inn und Kitchen Basics Übernahme soll bis Ende März abgeschlossen sein. Der Brühen-Markt wächst im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich und profitiert vom Trend zu frischer Zubereitung. CFO Bruce Wacha rechnet mit 18 bis 22 Millionen Dollar EBITDA aus dem neuen Geschäft – bei saisonalem Schwerpunkt in den Wintermonaten.

Quartalszahlen solide, Ausblick verhalten

Im vierten Quartal 2025 erzielte B&G Foods 539,6 Millionen Dollar Umsatz – leicht über den Erwartungen von 538 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,28 Dollar knapp unter der Prognose von 0,30 Dollar. Das Basisgeschäft ohne Verkäufe und die 53. Kalenderwoche schrumpfte um 2,4 Prozent, eine leichte Verbesserung gegenüber minus 2,7 Prozent im dritten Quartal.

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Besonders stark entwickelte sich die Gewürz- und Aromensparte mit einem Umsatzplus von 4,2 Prozent. Zölle belasteten allerdings die Marge mit 4,4 Millionen Dollar im vierten Quartal und 9,5 Millionen Dollar im Gesamtjahr 2025. Die Preisanpassungen zur Kompensation griffen erst gegen Quartalsende vollständig.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet B&G Foods einen Umsatz zwischen 1,655 und 1,695 Milliarden Dollar bei einem EBITDA von 265 bis 275 Millionen Dollar. CEO Casey Keller zeigt sich zuversichtlich: Das Basisgeschäft startete mit einem Plus von vier Prozent in den ersten beiden Monaten ins Jahr. Kaltes Wetter und starke Nachfrage bei Backzutaten trieben die Zahlen. Zudem lappte das Unternehmen im Januar die Lagerbereinigungen des Vorjahres.

Die Nettoverschuldung sank auf 1,912 Milliarden Dollar. Nach Abschluss aller Transaktionen rechnet B&G Foods mit einem Verschuldungsgrad von rund sechs Mal EBITDA bis Jahresmitte. Das langfristige Ziel von 4,5 bis 5,5 liegt noch in weiter Ferne. Die Fälligkeiten der Kreditstruktur im September 2026 will das Management durch weitere Schuldentilgung und Refinanzierung bewältigen.

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