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Beyond Meat Aktie: Ungeahnte Widerstände?

Investoren klagen gegen Beyond Meat wegen mutmaßlich irreführender Bilanzierung. Die Vorwürfe betreffen überhöhte Vermögenswerte und verzögerte Abschreibungen, die den Aktienkurs beeinflussten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sammelklage wirft Bilanzmanipulation vor
  • Vorwürfe überhöhter Vermögenswerte und Verluste
  • Verschobene Quartalszahlen belasteten Aktienkurs
  • Frist für Hauptkläger endet im März 2026

Dem Hersteller von pflanzlichen Fleischersatzprodukten droht neuer Ärger. Eine gestern eingereichte Sammelklage wirft dem Management vor, Investoren über den wahren Wert der Vermögenswerte getäuscht zu haben. Die Vorwürfe zielen auf die Bilanzierungspraxis des vergangenen Jahres ab und stellen die Transparenz der Finanzberichterstattung in Frage.

Vorwürfe der Täuschung

Im Zentrum der Klage stehen Anschuldigungen, Beyond Meat habe kritische Finanzinformationen zurückgehalten. Konkret wird behauptet, der Buchwert bestimmter langlebiger Vermögenswerte sei deutlich höher angesetzt gewesen als ihr tatsächlicher beizulegender Zeitwert. Nach Ansicht der Kläger war eine signifikante Wertberichtigung (Impairment) damit hochwahrscheinlich, wurde aber nicht rechtzeitig kommuniziert.

Diese mutmaßlichen Versäumnisse hätten dazu geführt, dass öffentliche Aussagen über die Geschäftsaussichten im Zeitraum vom 27. Februar bis zum 11. November 2025 irreführend waren. Zudem werfen die Anleger dem Unternehmen vor, durch die Verschleppung der Probleme das Risiko heraufbeschworen zu haben, gesetzliche Berichtsfristen bei der SEC nicht einhalten zu können.

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Verzögerungen und Verluste

Die juristische Aufarbeitung folgt auf eine turbulente Phase im Spätherbst 2025, die das Vertrauen der Märkte bereits erschüttert hatte. Zunächst warnte das Unternehmen am 24. Oktober vor drohenden Abschreibungen. Wenige Tage später, am 3. November, musste die Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal verschoben werden, um die Bewertung der Vermögenswerte abzuschließen.

Als Beyond Meat die Ergebnisse am 10. November schließlich vorlegte, bestätigten sich die Befürchtungen: Das Unternehmen wies einen operativen Verlust von 112,3 Millionen US-Dollar aus, der eine nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 77,4 Millionen US-Dollar beinhaltete. Jede dieser Ankündigungen hatte den Aktienkurs im Vorjahr belastet.

Ziel der aktuellen Klage ist Schadenersatz für Investoren, die ihre Anteile zu angeblich künstlich aufgeblähten Preisen erworben haben. Für betroffene Aktionäre läuft nun die Uhr: Anträge, um als Hauptkläger aufzutreten, müssen bis zum 24. März 2026 bei Gericht eingehen.

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Diskussion zu Beyond Meat

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.