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Beyond Meat Aktie: Überraschender Vorstoß

Beyond Meat erweitert sein Portfolio mit einem funktionalen Pflanzendrink, was die Aktie zunächst beflügelte. Die Diversifizierung trifft jedoch auf fundamentale Skepsis angesichts anhaltender Verluste.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Launch des ersten funktionalen Getränks 'Beyond Immerse'
  • Aktie reagierte mit starken Kursausschlägen
  • Anhaltende Verluste und Analysten-Skepsis belasten
  • Neue Wandelanleihen erhöhen die Zinslast

Der Burger-Spezialist wagt den Ausbruch aus der Fleischtheke und sorgt damit für Unruhe an der Börse. Mit der unerwarteten Einführung einer eigenen Getränkelinie reagierte die Aktie zur Wochenmitte äußerst volatil. Doch kann dieser strategische Schwenk das angeschlagene Unternehmen wirklich stabilisieren oder handelt es sich um ein Ablenkungsmanöver von den schwächelnden Kerngeschäften?

Die Neuigkeit kam am Mittwoch: Beyond Meat präsentierte mit „Beyond Immerse“ erstmals ein funktionales Getränk auf pflanzlicher Basis. Der Drink, der auf Erbsenprotein setzt und mit Elektrolyten sowie Antioxidantien angereichert ist, wird zunächst exklusiv über die eigene Online-Plattform vertrieben. CEO Ethan Brown bezeichnete den Schritt als Erweiterung der Expertise auf flüssige Nahrungsmittel. Die Aktie reagierte prompt: Am Tag der Ankündigung schossen die Papiere bei fast verdoppeltem Handelsvolumen um über 8 Prozent auf ein Tageshoch von 1,11 Dollar nach oben, bevor am Donnerstag Ernüchterung einsetzte und der Kurs wieder auf 0,985 Dollar zurückfiel.

Strategie statt nur Burger

Dieser Launch markiert den bisher deutlichsten Schritt der Neuausrichtung hin zu einem breiter aufgestellten Protein-Konzern, was sich bereits Mitte 2025 durch die Namensverkürzung auf „Beyond“ andeutete. Das Unternehmen zielt auf den lukrativen Markt für funktionale Getränke, der laut Prognosen bis 2032 auf fast 800 Milliarden Dollar anwachsen könnte. Besonders die steigende Nachfrage durch Fitness-Trends und die Verbreitung von GLP-1-Medikamenten soll hier Wachstumschancen bieten. Der vorsichtige Start über den Direktvertrieb erlaubt es dem Konzern, die Akzeptanz zu testen, ohne sofort kostspielige Verpflichtungen im Einzelhandel einzugehen.

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Finanzielle Altlasten drücken

Trotz der neuen Produktfantasie bleibt der finanzielle Hintergrund düster. Im dritten Quartal 2025 verbuchte Beyond einen Verlust von 110 Millionen Dollar, während die Umsätze seit mehreren Quartalen rückläufig sind. Eine Umschuldung Ende 2025 verschaffte dem Unternehmen zwar Zeit bis 2030, erhöhte jedoch die Zinslast durch neue 7-Prozent-Wandelanleihen spürbar. Auch die Analysten bleiben skeptisch: Von neun Experten raten sieben zum Verkauf. Barclays senkte das Kursziel kürzlich auf 1 Dollar, was die fundamentale Skepsis der Wall Street unterstreicht.

Spannend wird es für Anleger Ende Februar oder Anfang März, wenn Beyond Meat die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegt. Dann muss das Management Farbe bekennen, ob für das neue Getränk eine breite Markteinführung geplant ist und wie sich die Diversifizierung konkret auf die Umsatzprognosen für 2026 auswirkt.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.