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Beyond Meat Aktie: Traurige Realität!

Beyond Meat kämpft mit Sammelklagen wegen angeblichen Wertpapierbetrugs und tiefroten Quartalszahlen. Die Aktie notiert deutlich unter einem Dollar, die Marktkapitalisierung ist stark geschrumpft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrere US-Kanzleien mobilisieren für Sammelklage
  • Hohe Abschreibung von 77,4 Millionen US-Dollar
  • Nettoverlust von 112,3 Millionen im dritten Quartal
  • Aktienkurs rutscht in den Pennystock-Bereich

Beyond Meat rutscht immer tiefer in den Pennystock-Bereich ab. Parallel wächst der Druck durch mehrere Sammelklagen wegen angeblichen Wertpapierbetrugs – ausgelöst von hohen Abschreibungen und schwachen Zahlen Ende 2025. Im Vordergrund steht die Frage, ob das Unternehmen seine finanzielle Basis stabilisieren kann.

Sammelklagen belasten Bewertung

Mehrere große US-Kanzleien, darunter Robbins LLP, Berger Montague und Pomerantz LLP, haben ihre Schritte gegen Beyond Meat ausgeweitet. Sie mobilisieren Investoren für eine Sammelklage, die den Zeitraum vom 27. Februar 2025 bis zum 11. November 2025 umfasst. Der Stichtag für den Antrag auf die Rolle als Hauptkläger ist auf den 24. März 2026 festgelegt.

Kern des Vorwurfs: Beyond Meat soll wesentlich falsche und irreführende Aussagen zur finanziellen Lage gemacht haben. Konkret behaupten die Klagen, das Unternehmen habe verschwiegen, dass der Buchwert langfristiger Vermögenswerte deutlich über deren beizulegendem Zeitwert lag. Damit sei die Notwendigkeit einer hohen außerplanmäßigen Abschreibung lange verdeckt worden.

Abschreibung löst Kurssturz aus

Ausgangspunkt der rechtlichen Auseinandersetzungen sind die Finanzberichte vom Herbst 2025. Beyond Meat musste eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung in Höhe von 77,4 Mio. US-Dollar melden. Diese Nachricht löste am 24. Oktober 2025 einen Kurssturz von rund 23 % aus, dem im November weitere Verluste folgten.

Operativ präsentiert sich das Bild ebenfalls schwach. Im dritten Quartal 2025 wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 112,3 Mio. US-Dollar aus. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 13,32 % auf 70,22 Mio. US-Dollar. Seit dem Börsengang 2019 hat Beyond Meat noch kein Jahresergebnis im Plus erreicht. Analystenschätzungen sehen für das Gesamtjahr 2025 einen Verlust je Aktie von etwa -1,25 US-Dollar.

Im Pennystock-Bereich gefangen

Die Börse reagiert deutlich auf die Kombination aus Klagerisiko und anhaltenden Verlusten. An der Nasdaq notiert die Aktie derzeit um 0,86 bis 0,87 US-Dollar, ein Rückgang von etwa 2,4 % in der jüngsten Sitzung. In Deutschland (Tradegate/Xetra) werden rund 0,71 Euro bezahlt.

Die Marktkapitalisierung ist auf etwa 389 Mio. US-Dollar geschmolzen. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 7,69 US-Dollar im Oktober 2025 – kurz vor Bekanntwerden der Bewertungsproblematik – ist der Titel weit entfernt. Die dauerhafte Notierung unter 1,00 US-Dollar birgt zudem das Risiko, die Nasdaq-Listing-Anforderungen zu verletzen, falls keine Gegenmaßnahmen erfolgen.

Wichtige Kennzahlen im Überblick

  • Aktueller Kurs: ca. 0,86 US-Dollar (Nasdaq) / ca. 0,71 Euro (Deutschland)
  • Nettoverlust Q3 2025: 112,3 Mio. US-Dollar
  • Abschreibung auf Vermögenswerte: 77,4 Mio. US-Dollar
  • Frist Hauptkläger-Antrag: 24. März 2026
  • Nächster Zahlen-Termin: Q4-Ergebnis erwartet am 4. März 2026

Stimmung bleibt angespannt

Die Marktteilnehmer agieren sehr vorsichtig. Zwar hat Beyond Meat Mitte Januar 2026 mit „Beyond Immerse“ ein neues Protein-Getränk eingeführt, doch dieser operative Schritt geht in der aktuellen Rechts- und Finanzlage praktisch unter. Im Fokus stehen Liquiditätsfragen und der weitere Verlauf der Wertpapierklagen.

Mit den nächsten Quartalszahlen am 4. März 2026 dürfte sich zeigen, wie stark der Cash-Abfluss ausfällt und ob das Management Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzlage präsentieren kann. Bis dahin bleibt die Aktie klar im Abwärtstrend, geprägt von rechtlichen Unsicherheiten und stark geschrumpfter Marktbewertung.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.